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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Pommern 2

Heute klapperten wir bei gutem Wetter Gdansk, Danzig, ab. Eine wirklich schöne Stadt, zu mindest der Altstadtkern. Einst lag dieses Juwel städtebaulicher Kunst in Schutt und Asche, wie wir auf Fotos sahen, doch es ist alles wieder in alter Pracht entstanden! Heute ein absoluter Touristenmagnet, wie auch wir das erlebten. Menschen über Menschen an einem ganz gewöhnlichen Wochentag. Äußerst sehenswert der „Dlugi Ryneck“ (Langer Markt), mit wunderbaren Bürgerhäusern zu beiden Seiten, alle mit einem vorgesetzten Giebel. Dann das prächtige „Hohe Tor“ von 1586 und das „Goldene Tor“. Vor dem „Artushof“, wo sich reiche Bürger zu Gelagen und Feierlichkeiten einfanden, steht der „Neptunbrunnen“ aus dem 17. Jh. Das „Rechtstädtische Rathaus“ ist ein wunderschöner Backsteinbau mit Turm, der gute Aussicht bietet. Das berühmteste Wahrzeichen Danzigs ist das „Krantor“ aus Holz und Backstein von 1444, dass mit den Trierer „Alten Krahnen“ zu den ältesten Hebeeinrichtungen im deutschsprachigen Raum zählt. Danzig wird von mehreren Weichselarmen durchflossen und die Altstadt hat zahlreiche Lokalitäten am Ufer. Wunderbar auch die „Frauengasse“ mit ihren „Beischlägen“, terrassenartige Vorbauten mit breiten Freitreppen davor. Sehr sehenswert auch die „Lange Gasse“, wo die reichen Patrizier wohnten, natürlich in sehr schönen Häusern. Und dann das „Grüne Tor“ mit seinen vier Durchgängen von 1568. Eine der größten Kirchen Europas, die „Mariacki“ (Marienkirche), fasst über

25 000 Besucher! Ein gewaltiger, schlichter Bau, 105 m lang, bis zu 66 m breit und 29 m Innenhöhe. Im 82 m hohen Turm hängen 2 neue Glocken. Nach 159 Jahren Bauzeit wurde sie 1502 fertig gestellt. Wir haben natürlich den Turm bestiegen, 409 Stufen mit grandioser Aussicht! Im Innern ein irre astronomisch Uhr aus dem 15 Jh., die so toll war, dass die Stadtväter nach Fertigstellung dem Erbauer Hans Düringer aus Nürnberg die Augen ausstechen ließen, damit er sie nicht noch einmal bauen konnte. Raue Zeiten! Es gibt sicher noch vieles was in der Altstadt zu entdecken wäre, doch das braucht auch Zeit! Übrigens, ein berühmter Bürger Danzigs ist Günter Grass.

Nach 4 Stunden traten wir den Rückweg an. Kurz nach unser Abfahrt setzte heftiger Regen ein!

Am Abend waren wir wieder in Leba, wo es absolut trocken war, in einer Fischgaststätte.

 

Blauer Himmel, warm und fertig zur Radtour. Der Leuchtturm von Stilo war das Ziel. Am Anfang fuhren wir ja noch durch Leba und waren schon sehr erstaunt über das Angebot an Hotels und Pensionen. Aber es sollen sich in der Saison bis zu 80 000 Feriengäste in Leba aufhalten! Der Rest des Weges war allerdings eines Europa-Fahrradweges absolut unwürdig. Wir sind nördlich des Sarbsko Sees gefahren. Zwischen dem See und der Ostsee immer wieder sehr hohe Dünen. Nach 15 km und fast 2 Stunden erreichten wir den Leuchtturm von Stilo, 33 m hoch, 1906 fertig gestellt und ganz aus Metall. Die Aussicht ist  interessant, da man die Dünen verfolgen kann. Von dort an den irre breiten und feinsandigen Strand. Um 13.10 Uhr waren wir „liegefertig“ und fast die einzigen Gäste! Da haben wir uns aber auch so richtig wohlgefühlt! Mehrmals gebadet bei schätzungsweise 16°C. Aber die Sonne erwärmte sofort wieder. Um 15.45 Uhr aufgebrochen, noch ein Bier am Ende der Strandzufahrt getrunken und dann einen anderen Weg nach Leba zurück genommen, geteert aber 23 km lang. Am Himmel braute sich schon was zusammen! Und dann regnete es, nein, es schüttete teilweise! Man hat ja nicht viel an, aber das, was wir anhatten, triefte, einschließlich der Unterwäsche! Etwas über 1,5 Std. haben wir gebraucht, etliche Flüche mit eingerechnet!

Am Abend wieder in der Kaschubei gegessen und anschließend angeregte Diskussion über Medizin und unseren Werdegang.

 

Am letzten Tag hatten wir ganz auf relaxen gesetzt! Das Wetter war prima und so war bis 15 Uhr Strand angesagt. Ganz wenige Menschen nur. Danach hat Kurt zu fetter Torte eingeladen, ganz hervorragend. Im Quartier noch etwas die Seele baumeln lassen, dann gingen 3 von uns zum Beichten! Aber sie wollten sich wohl eher das Madonnenbild von Max Pechstein ansehen.

Der Abend und damit auch die Woche, klang bei sehr gutem Fischessen aus.

Fazit: Polen ist eine Reise wert, die Strände sind hervorragend und auch sonst vermisst man nichts!

                                   H. u. K. und D&B grüßen alle

 

 

 

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