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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Pommern 2

Heute am Montag sollte es eigentlich regnen, doch die Sonne schien, nur kalt war es. Am Vormittag nicht mehr wie 14°C. Wir fuhren auf die zu Kaschubien gehörende Halbinsel Hel durch viele Dörfer, die eigentlich nicht viel anders aussehen als in Deutschland. Der Knotenpunkt ist Wladislawowo, von da ab fährt man re das Haff und li die Ostsee in einer Breite von 3km bis 200m. Das Haff war relativ ruhig, die Ostsee stürmisch. Leider zog sich die Sonne gegen Mittag zurück. Aber in Hel fuhren wir auf einen Parkplatz mit einer netten Cheffin, die uns mit einem Stadtplan incl. Versorgte. Erst zu einem Leuchtturm, da standen sie an, wir weiter zum Strand, wollten den übernächsten Aufgang nehmen (laut Karte), doch den gab es noch nicht, oder er war für uns nicht ersichtlich! Egal wie, auch bei diesen Temperaturen war es ein schöner Spaziergang an einem sehr breiten Strand. Zurück im Ort war erst einmal Kaffeetrinken mit fetter Torte angesagt! Dann im Hafen gebummelt, wo emsig für die Saisoneröffnung gewerkelt wurde. An Hand der leeren Stühle bildeten wir unser Urteil, in der Saison wollten wir nicht hier sein! Dann setzte Nieselregen ein und man war froh, im warmen Auto zu sitzen. Hel ist sicher ein  Urlaubsmagnet, die Ostseestrände sind toll, aber es fehlt für schlechtes Wetter die Umgebung, man muss ständig 34 km überwinden, bis man wieder „Festland“ unter den Füßen hat.

Am Abend waren wir dann in einer Kaschubischen Gaststätte zum Essen. War alles prima, der „Verdauer“ war dann ein „Krupnik“, ein Kräuterlikör mit Honig. Schmeckte so gut, dass wir gleich anschließend eine Flasche im Laden kauften. Hannelore beteiligte sich aus anderen Gründen nicht am Kauf, sie hatte anderes dringend nötig und da wir nur noch 200 m von unserem Haus entfernt waren zog sie schon los. Wir kommen aus dem Geschäft und sehen sie im Dauerlauf genau in die falsche Richtung laufen! Sie hatte Glück, eine Minute später wäre sie aus unserem Blickfeld verschwunden. Ein Pfiff und sie rannte in die richtige Richtung! Was sagt uns das? Ein zu hoher Wasserstand trübt manchmal die Sicht!

Die Wirtsleute hatten wieder den Kamin angeschmissen und so war es im ganzen Haus warm. Morgen soll es regnen.

 

Der Wetterbericht hatte Recht! Also wird Danzig aufgeschoben und nur der Ort erkundet. War auch nicht schlecht, das Hotel „Neptun“, ein kleines Schloss und jetzt Hotel war unser erster Anlaufspunkt für heiße Schokolade, Kaffee und Mojito. Weiter durch den Ort und mit Kurt in das Erotik-Museum! Dort haben sie, wie wissen wir nicht, tolle Stücke aus der ganzen Welt zusammen getragen. Die Damen haben  nach Sommerhosen Ausschau gehalten! Am Nachmittag sind wir dann zum Leuchtturm Czotpino, der 1875 erbaut wurde, gefahren. Auf einer 55 m hohen Düne steht er und ist nur 25 m hoch. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die Dünen und den Leba-See. Sind dann noch zum Ostseestrand durch den Wald, zuerst markierter Weg, dann „Wild“-Weg. Immer wieder erstaunlich ist die Einsamkeit und Breite der Strände! Wir sind dann gut 30 Minuten gewandert bis zum nächsten Aufgang, leider bei feuchter und sehr kalter Witterung. Zurück in Leba. Das „L“ in Leba hat einen Strich durch den senkrechten Strich des L und die Polen sprechen es wie „wh“ (wheels), also Wheba, aus. Gegessen haben wir im „Koga“, gleich nach der Brücke, ganz ausgezeichnet. Der Wirt sehr freundlich und bemüht. Versteht zwar kein Deutsch oder Englisch, aber es klappt trotzdem hervorragend. Kurt hat dann auf dem Rückweg noch „Krupnik“ besorgt und so war für das anschließende Gespräch im „Wohnzimmer“ ein wenig Gehirnnahrung dabei!

Wir grüßen Euch alle ganz herzlich!  H+K, D&B

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