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IRLAND vom 5.7. – 14.7.2014
Wir grüßen Euch von der grünen Insel. Es ist eine kleine Insel, nur etwas über 400 000 qkm groß und mit 4,5 Mio EW bestückt. Dublin ist die Hauptstadt durch die sich die Liffey schlängelt, ein 128 km langer Fluss.
Unser Hotel, das „Bewley`s Hotel“ in der Nähe des Flughafen, bot gute und große Zimmer. Nach dem Abendessen sind wir mit einem Paar aus Mainz, Gottfried(!) und Gisela, und zwei Damen aus der Münchener Ecke in einem Groß-Taxi in die Innenstadt. Kostete insgesamt 20€, also preiswert. Abgesetzt wurden wir in der O`Connell Street an der Stricknadel, „The Spire“, einer Edelstahlnadel von 103 m Höhe und mit einem Durchmesser am Fuß von 3 m, an der Spitze noch 15 cm. Spazierten dann durch die Henry Street, der Einkaufsstraße von Dublin. Vorbei an „The Church“, der ehemaligen „St. Mary`s Church“ die heute eine bekannte Gaststätte ist. Glücklicherweise waren die Geschäfte schon geschlossen! Von dort weiter in den „The Temple“ Bezirk, Dublins Vergnügungsviertel ohne Rotlicht. Urige Pubs in denen das Bier, zumeist Guinnes, in Strömen fließt. Es waren Unmengen von Menschen auf Jahrhunderte altem Kopfsteinpflaster unterwegs, viele Touris und dann Gruppen von Mädchen, die ihr bestandenes Examen und junge Männer, die den Junggesellenabschied feierten, dazu Gaukler, Musiker und ganz normale Iren. Der wohl berühmteste Pub in Dublin ist die „The Temple Bar“, ein Labyrinth aus kleinen und kleinsten Räumen gefüllt mit Unmengen an Bier trinkenden Menschen! Dazu Live-Musik.
Dublin vermittelt einem den Eindruck, dass es schon weit bessere Zeiten gesehen hat. Es müssten etliche Millionen in die Sanierung der Bausubstanz gesteckt werden. Was einem sofort auffällt, sind die Fenster, alles noch einfach verglast!
Die Iren stammen von den Kelten ab und vom gälischen soll eine der beiden Amtssprachen abstammen. Irisch ist eine Sprache, die sich einem nicht wirklich erschließt! So heißt Dublin auf Irisch „Baile Atha Cliath“! Irland wurde im Laufe seiner Geschichte zuerst von den Wikingern, dann von den Normannen und später, dafür länger, von den Engländern dominiert. Nach langem Freiheitskampf erreichten die Iren für ihr Land in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts den Status eines Freistaates und nach dem 2. Weltkrieg wurden sie zur Republik. Bis auf einen kleinen Teil im Norden, der immer noch zu England gehört, 280 000 EW. Allerdings wollen die Bewohner von Nordirland inzwischen keine Wiedervereinigung, es geht ihnen besser, als dem Rest der Insel. Jahrzehnte herrschten die Waffen, doch heute gibt es nicht einmal mehr Grenzkontrollen, man kann problemlos von Nordirland in die Republik wechseln und umgekehrt ebenfalls.
Ganz schlimm traf es Irland in den Jahren 1845 – 1851. Auf Grund von Missernten, Schuld war die Kartoffelfäule und die Politik, denn Nahrungsmittel wurden genügend produziert, verhungerten 1 Mio Menschen und eine weitere Mio wanderte aus. Inzwischen haben sie das im Griff und vor einigen Jahren hatte Irland ein jährliches Wachstum von 6 Prozent! Es ging allen gut und man nahm billige Kredite auf und baute. Dann gab es die Banken- und Immobilienkrise, alles Weitere ist bekannt. Die Iren haben sich bis heute nicht von dieser Krise erholt, die Banken schon!
Um 8.15h ging es am 6.7. mit dem Bus weiter. Schöner Bus, bequem und sehr leise. Stadtrundfahrt im nördlich der Liffey gelegenen Teil. Den größten Stadtpark, Phönix Park, 808 ha groß, durchfahren. Hier liegt u.a. auch der Zoo von Dublin wo der berühmte Metropolitan Löwe geboren wurde. Vorbei am bekanntesten Gebäude Dublins, der Post. Hat viel mit dem Freiheitskampf der Iren zu tun. Hübsch anzusehen sind die Georgianischen Hauseingänge der Wohnhäuser, aus Holz und sehr farbig.
Mit Zwischenstopp in einem „Hochzeitshotel“, wo es Kaffee und Gebäck gab, fuhren wir zu den „Marble Arch Caves“, einem großen Höhlenkomplex in Nordirland. Die unterirdische Führung dauerte über eine Stunde. Da wir aber schon überall auf der Welt schönere Höhlen gesehen haben, hat uns das nicht gerade vom Hocker gehauen!
Das Wetter auf der Fahrt war eine „Aprilmischung“ bei 18°C. Weiter ging es in die Bucht von Donegal. Dort gibt es einen Strand, der bei den Iren sehr beliebt ist und wo sie mächtig mit ihren Brettern beschäftigt sind. Gebadet wird auch fleißig bei steifem Wind und Wassertemperaturen um die 15°C! Nicht wirklich kuschlig! Wir liefen derweil mit Pullover und Anorak am Strand! Dominiert wird der Strand, wo auch Autos fahren dürfen, sinnvoll nur bei Ebbe(!), von einem riesigen alten Hotel. In der Umgebung stehen wunderschöne Häuser zur Vermietung, was in der Hauptsache von Nordiren genutzt wird. In diesem Zusammenhang hörten wir, dass sich der Wunsch nach Wiedervereinigung bei den Nordiren in Grenzen hält, es geht ihnen zu England gehörend besser.
Von dort noch wenige Kilometer nach Donegal Town in das „Central Hotel“. Liegt wirklich mitten im Ort, wo heute ein Festival ist und in vielen Pubs gesungen wird (singing Pubs). Die Zimmer groß und mit Blick auf die Donegal Bay.
Wir hatten schon einmal kurz vor dem Abendessen die Innenstadt erkundet und Pubs besichtigt. Zu jedem Essen gibt es in Irland Kartoffeln, zu jedem! Wenn man Pizza bestellt bekommt man dazu auch Pommes!
Unser Pub war nicht gerade groß, aber irre voll. Der Wirt spielte Ziehharmonika, ein Mitstreiter Gitarre und der sang auch. Viele Biere gingen über den Tresen. Hier bezahlt man sofort nach der Bestellung, so verlieren sie nicht die Übersicht. Nach 1 Stunde räumte die resolute Wirtin eine Tanzfläche frei, nun kam das Gefühl der Sardinenbüchse wirklich auf! Entschädigt wurden wir mit Irischem Stepptanz von 4 jungen Tänzerinnen! In unserem Hotel gab es auch Gesang, dem haben wir dann in der letzten Stunde gelauscht.
Am 7.7. fuhren wir gleich zu den „Slieve League“, den höchsten Steilklippen des Landes, 603m hoch. Hatten auch Glück mit dem Wetter, es schien kurz die Sonne! Dann Frühstück mit Irish-Coffe und Besichtigung einer Tweed-Weberei in Dunlewey. Wir finden, Tweed ist etwas aus der Mode gekommen. Weiter über schöne Dörfer mit ebenso schönen Anwesen in den Glenveagh NP. Bewundernswert sind die glatten, sehr grünen Rasenflächen. Das ist allerdings nur zu 50% der Verdienst der Iren! Es gibt in Irland keinen Maulwurf!! Auch keine Wölfe oder Elche. Im NP haben wir das Castle, das eingebettet in einer großartigen Landschaft liegt, besichtigt. Dem Castle schließt sich ein schön angelegter Park an. Von dort ging es dann direkt wieder nach Donegal
Am Abend mit Gisela u. Gottfried einen neuen Pub aufgesucht (nach unserer Reiseleiterin der Beste in Donegal) War vom Ambiente nicht schlecht, doch von der Stimmung nicht mit dem von Gestern zu vergleichen. Danach bis fast Mitternacht noch im Hotel gesessen.
Allen Lesen herzliche Grüße von D&B