Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
Manager ist ein weit gefasster Begriff! Also der Herr aus Holland hatte 3 Angestellte. Nichts desto trotz, er hielt Wort. Hatte ein großes Kartenpaket geschnürt und vieles davon in deutscher Sprache. Werner wurde auch einer Sorge behoben, sein, mit Tesa-Band geklebter Spiegel, war nach dem Besuch wieder o.k.!
Dann unsere Fahrt auf dem Yukon durch die engen Felsenschluchten (Miles Canyon), wo das Wasser eine enorme Strömung und viele Strudel aufweist. Es war wirklich ein tolles Erlebnis und sein Geld wert. Gegen 16h dann Aufbruch und Fahrt auf dem Klodike HWY Richtung Skagway. Ein irres Panorama. Zu beiden Seiten der Straße die hohen, steil aufsteigenden Berge, teilweise noch mit vielen Schneefeldern. Zuerst der Emerald und der Spirit Lake, die von der Straße geteilt werden. Schöne grüne und blaue Färbung des Wassers. Bei Carcross Dessert ein 260 ha großes Dünengebiet angesehen-kleinste Wüste der Welt. Von Carcross fährt man immer am Wasser entlang, am Nares L., Tagish L. und Tutshi Lake. Da wo der berühmt berüchtigte Chilkoot Trail zu den Goldfeldern endete, in Bennett, haben wir ganz in der Nähe einen sehr schönen Platz für die Nacht gefunden. Die Feuerstelle ist bereit und der letzte Wein auch. Morgen sind wir kurz in den USA, da werden die Vorräte wieder aufgestockt!
Der Weg am frühen Morgen, entlang des White Pass u. Yukon Route, war fantastisch. Wir haben an vielen Punkten gehalten und das Panorama in uns aufgesogen. Zu guter Letzt kreuzte auch noch ein Schwarzbär unseren Weg! Er posierte für die Kamera. Der Klondike HWY allein wäre schon eine Reise wert. Wir waren alle der Meinung, eine so eindrucksvolle Landschaft haben wir auf unseren Reisen noch nicht gesehen. Aber vielleicht stimmt auch das nicht, man lässt sich halt auch leicht begeistern! Der Grenzübertritt war problemlos, die Amerikaner haben unsere Fingerabdrücke genommen und uns die Gefahrlosigkeit für ihr Land bestätigt. Anschließend haben wir dann das versteckte Gemüse, vor dem jeder Reiseführer warnt, wieder an seinen Platz getan! Neben der Autostraße verläuft noch eine Eisenbahn in dem Canyon, heute Touristenzug, bis 1981 die einzige Verbindung zwischen Skagway u. Whitehorse , besonders für die Kreuzfahrer, die auch heute im Hafen von Skagway von einem holländischen Schiff die Reise antraten. Skagway ist ein schön restauriertes Städtchen mit 970 EW. Den Broadway erläuft man auf beiden Seiten auf Holzbohlen. Alles atmet noch die Zeit des Gold Rush. Diese Zeit war von 1897 – 1899, da lebten in Skagway noch rund 20000 Menschen! Heute blüht die Stadt natürlich nur in den Sommermonaten auf, dafür gibt es eine Unmenge von Schmuck- und Souvenierläden. Die guten Sachen haben allerdings auch ihren Preis. Wir haben uns natürlich auch den Gold Rush Friedhof angesehen mit den beiden berühmten Gräbern von Soapy Smith und Frank Reid, die beide ihr Pistolenduell nicht überlebten.
Die Fährüberfahrt nach Haines dauerte nur eine Stunde, aber das Davor und das Danach zog sich hin. Haines selbst bietet keine Attraktionen und ist wesentlich kleiner als Skagway. Der alte Dalton Trail (er verbesserte einen alten Indianerweg als alternativen Weg nach Dawson City für die Goldsucher, erhob dann Maut und wurde damit reich!), jetzt zu einem guten HWY ausgebaut, verläuft neben dem Chilkoot River. Dieser hat ein sehr breites, ausuferndes Flussbett, das zu dieser Jahreszeit nicht ausgefüllt wird. Aber man erahnt, was sich hier im Frühjahr abspielen muss, ganze Wälder verschlingen die Wassermassen und lassen sie dann irgendwann auf dem Weg zum Stillen Ozean liegen. Begleitet wird unsere Fahrt wieder von hohen, beschneiten Bergen, den Coast Mountains.
Gegen 21h einen sehr ruhigen Platz neben der Straße gefunden.
Starten am 22.7. sehr früh richtung Haines Junction. Pausen und kleine Wanderungen am Million Dollar Fall, Glacier am Decadeash Lake mit riesigem Geröllfeld und Kathleen Lake. Zur Landschaft brauche ich nichts mehr zu schreiben, die Superlative wiederholen sich. Wollten dann am Kluane Lake (sprich: Klu-ah-nie). Der größte See des Yukon mit 400 qkm, einen kleinen CG aufsuchen, war geschlossen. Aber 3 km weiter fanden wir einen tollen Platz am See und sitzen jetzt am Ufer des Sees. Die Feuerstelle haben wir auch schon hergerichtet und Holz hatten wir uns von einen CG ausgeliehen! Herrlich!
Weiter ging es am nächsten Tag auf dem Alaska HWY Richtung Grenze. Und dann kam die Überraschung, direkt neben der Straße in den Büschen mit den roten Beeren eine Grizzly Mutter mit 2 Jungen! Da hatte ich aber schnell den Rückwärtsgang drin. Dann wurde natürlich fotografiert, was das Zeug hielt. Ab und zu schaute die Mutter auf, aber ansonsten ließ sie sich von uns nicht stören. Da sie immer am Rand der Straße weiter ging, sind Werner und ich immer mitgelaufen, unsere Frauen fuhren die Autos als „Fluchtburg“ hinterher! Später kreuzten auch noch eine Schwarzbärmutter, auch mit 2 Jungen die Straße. Der Grenzübertritt problemlos und schnell. Der HWY auf amerikanischer Seite wesentlich besser. Die Landschaft wechselte zur Tundra. Viele kleine und größere Seen, dazwischen immer diese nadelartigen Fichten. Dann waren wir nach 370 km in Tok, von dort ging es weiter in Richtung Valdez. Tabea und Andrea danke für die SMS. Übrigens kann man im Blog einen Kommentar schreiben, der erreicht uns!! Grüße D&B