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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Asien 9

9.3.

 

Früh um 8 Uhr Start mit einem Tricycle! Nicht eins für Touris, sondern ein ganz gewöhnliches, Doris im Beiwagen, ich im Damensitz hinter dem Fahrer! Ganau darf man sich das alles nicht ansehen, besonders die Schweißnähte u. Schrauben. Aber auch sonst war es schon etliche Kilometer gefahren! Auf jeden Fall brachte uns der Fahrer sicher durch den Morgenverkehr bis zu einer Fußgängerhängebrücke. Dort Umsteigen in ein Jeepney, zuerst saßen wir drinnen, später bin ich dann aufs Dach, wegen der besseren Sicht! Am Anfang war die Strecke noch o.k., doch die letzten 4 Kilometer wurde die Straße erst gebaut und teilweise waren auch Hangrutsche gerade erst beiseite geräumt. Die Arbeiter haben mit Sicherheit noch nie etwas von Arbeitsschutz gehört! Alle in Flip-Flops und gebohrt wurde mit höllischem Lärm ohne Gehörschutz. Der Weg war aller meistens nur einspurig und schwer zu befahren, aber grandiose Aussichten!

Mit einem lokalen Guide stiegen wir dann 320 Stufen herab in das Dorf Bangaan. Dieses Dorf hat sich zwar für die Touris geöffnet, aber es ist absolut ursprünglich geblieben! Die Bewohner können durch ihre harte Arbeit auf den Reisfeldern nur notdürftig überleben und sind auf jeden hinzu verdienten Peso angewiesen. Insofern tat es uns richtig leid, diese freundlichen Leute in ihren bescheidenen Shops enttäuschen zu müssen, denn unser philippinisches Mitgebringe (Bulul-Ifugao) hatten wir 1 Stunde vorher an der Straße erstanden! Ich musste dann mal für kleine Jungen, der Guide lotste mich zum einzigen Wassertoi des Dorfes. Vor der Tür saßen 2 Mädchen und wuschen Wäsche, die Tür schloss nicht, eine Brille gab es nicht (brauchte ich ja auch nicht!) und das Wasser stand daneben in einem Fass! Wir haben übrigens noch nie auf unseren Reisen so viel Wäsche an den Hütten hängensehen. Ansonsten war davor ein luftiger Raum mit einem Tisch und Plastikstühlen, die auch schon bessere Zeiten erlebt hatten. Die freundliche Hausfrau fragte mit einem Leuchten in den Augen, ob wir einen Kaffee trinken wollen. Doris: Nein, brauchen wir jetzt nicht! (Auf Deutsch)! Bernd: Aber sofort, der Guide wird mit eingeladen! (Auf Englisch)! Und was soll ich sagen, es war ein nettes Erlebnis. Die Gläser waren trotz der primitiven Küche (Holzfeuer) sauber und das Gespräch mit Conchita informativ. Sie kam in jungen Jahren aus dem Nachbardorf, heiratete, bekam 6 Kinder und wird da wohl auch das Leben beenden. Das war es! Wollen wir das? Conchita hatte da sicher auch ihre Träume. Dann kam noch eine junge Frau mit einem Sack Reisbündel auf dem Kopf und lud den vor dem Raum ab. Ich hab mir den dann auch mal aufgeladen. Alle Achtung! Dann zeigte sie uns noch, wie sie ihre tägliche Reisration erzeugt. Die Halme werden durch die Hand gezogen, dabei fallen die Körner in eine Schale, werden dann von der Schale durch häufiges hochwerfen getrennt und dann gekocht oder zur Weiterverarbeitung in eine Stößelschale gegeben und dort mit dem Holzmörser  zu Mehl umgewandelt. Der Kaffee hat übrigens 25 Peso, also etwa 50 Cent gekostet!

2 Unsitten der Ifuagos. Zum einen legen sie in den Wäldern Brände, die Schaden dem Baumbestand nicht, wohl aber dem Unterholz und damit kann auch in der Regenzeit weniger Wasser gespeichert werden. Auch ist die Luftverschmutzung dadurch nicht zu unterschätzen. Bodenerosion ist programmiert! Zum anderen sind Schlangen gute Rattenverwerter. Aber leider landen sie häufig im Kochtopf der Bauern und dadurch immer mehr Reis im Magen der Ratten!

Dann haben wir noch etwas Interessantes gehört. Imelda, die Dame mit den 2000 Paar Schuhe, hatte sich was gutes für die armen Bauern ausgedacht. Sie spendete angeblich eine Wasserschneckenart, die sich in den Reisfeldern massenhaft vermehrt und als Fleisch für die Bauern gedacht war! Haben die auch angenommen! Die Schneckeneier werden in leuchtend roten Kolonien abgelegt.

Lunch hatten wir in der Sanafe Lodge in Banaue. Von dort haben wir einen Spaziergang durch die Stadt zum Hotel gemacht, interessant aber nicht gerade prickelnd.

Nun hängen wir am Pool ab und freuen uns sehr über die Berichte unserer Töchter!

Kommen unsere Grüße an?    D&B

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