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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Asien 8

8.3.

 

Alle hatten uns vor der Kälte in Sagada gewarnt. Doch es war nicht so, und um 8 Uhr konnte man im T-Shirt gehen. Als erstes fuhren wir in eine Höhle, hier haben die Altvorderen ihre gefüllten Särge abgelegt. Einige kann man noch sehen, doch so richtig spektakulär ist es nicht. Die Höhle ist gewaltig, wohl an die 5 km lang aber unerschlossen. Dann ging es verschlungene, aber schon ausgetretene Pfade über den städtischen Friedhof zu den `Hängenden Särgen`. Die Särge hingen, befestigt mit Naturseilen an Felswänden. Aber das Licht stand uns genau entgegen und so war nicht viel zu sehen. Die Ureinwohner haben sehr kleine Särge gebraucht. Ein größerer Baumstamm wurde ausgehöhlt. Der Leichnam  wurde 30 Tage nach dem Tod, nach einer für unsere Vorstellungen nicht sehr schönen Vorbereitung, in den Sarg gefaltet! Nun gut, da wir dabei sind, einige Stämme beerdigen in der Erde, exhumieren die Leiche nach 7 Jahren und waschen die Knochen sauber. Dann werden sie eingetütet und unter das Haus gelegt (So hat man die Verstorbenen ständig zur Hand!).

Aber die darauf folgende Fahrt von Sagada nach Banaue über Bontoc zählt zu den Schönsten, was wir je hatten! Für 49 km 2.5 Std., die Straße unheimlich kurvenreich, zum Teil auch gefährlich durch Erdrutsche und seitliche Abgänge von fast 1000 m! Grandios angelegte Reisterrassen säumen neben urwaldähnlich bewachsenen Hängen den Weg.

In Bontoc das Museum angesehen, nicht uninteressant. Die Stadt machte einen ganz guten Eindruck auf uns.

Unser Guide heißt Norman, spricht gut Deutsch und ist sehr bemüht, es wird überall gehalten, wo wir fotografieren oder uns etwas ansehen wollen. Er führt uns auch durch die Märkte und erklärt die uns nicht bekannten Dinge. Er kauft auch Obst für zwischendurch ein. Der Fahrer hört auf Eymeg(?)!

Dann Banaue, 3000 EW, die Stadt mit den schönsten Reisterrassen. Die gibt es hier seit ca. 2000 Jahren u. heute kann noch niemand erklären, wie man sie angelegt hatte. Deshalb nennt man es das 8.Weltwunder u. ist sogar Weltkulturerbe. Der Ort ist nur am Anfang sehenswert, dort befinden sich die besten Holzschnitzer! Und es erwartet den Touri am View point eine 7-köpfige Ifugao-Truppe, farbenprächtig in traditioneller Kleidung. Das Gesamtalter der Truppe liegt bei geschätzten 700 Jahren!

Ansonsten macht alles einen sehr armen Eindruck, 90% Wellblechhäuser. Man möge mir verzeihen, aber ich würde sagen, nur Schrott. Wo bleibt das Geld der Touristen? Und auch an den Terrassen muss viel gemacht werden, etliche weisen beträchtliche Schäden auf. Unser `Banaue Hotel` soll eins der Besten sein. Das Größte ist es bestimmt. Die Zimmer sind groß mit Balkon und toller Sicht auf die Terrassen, doch es ist auch schon tüchtig abgewohnt und hätte eine Modernisierung dringend nötig. Belegung schlecht!

Am Nachmittag bin ich dann mit Doris 323 Stufen abgestiegen zu einem Village, wo die Touris sich umsehen könnten. Aber die Hütten waren auch nur Schrott, auch wenn die Menschen freundlich waren. Wir haben aber dann etwas gemacht, was wir noch nie gemacht hatten, einen ausgedehnten Spaziergang durch die Terrassen, auf den trennenden Wällen! 40-50 cm breit, da war Balance gefordert! Und in dem Gewirr hatten wir zwar die Richtung vor Augen, wir mussten runter, doch letztendlich landeten wir auf einem Bauernhof mit kläffenden Hunden! Das war was für die Mama, die schon den Rückweg antrat. Doch dann kam eine Frau und zeigte uns, wo der Weg auf ihrem Grundstück weiterging. Den Rest fanden wir allein!

Zu den Filippinos: Alle nett und freundlich, aber es wären hier jede Menge Zahnärzte, Zahntechniker und Augenärzte nötig!! Ansonsten haben wir den Eindruck, es interessiert sie nicht so sehr, wie Rohre oder Stromkabel verlegt sind, Hauptsache Wasser fließt und Strom kann irgendwo abgezapft werden! 

Viele Grüße  von   D&B

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