Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
7.3.
Heute musste unser Fahrer sich erst eine Sondererlaubnis für 300 Peso besorgen damit wir Baguio überhaupt verlassen durften! Alle Fahrzeuge mit letzter Nummer 0 dürfen freitags nicht fahren!!
Unsere Tour wurde in La Trinidad kurz unterbrochen zur Besichtigung eines Taoisten Tempel Komplex. Aber eigentlich war das Drumherum viel interessanter, die Häuser, die alle an die Berghänge geklebt waren, abenteuerlich. Wenn es stark regnen sollte, besteht immer die Gefahr von Erdrutschen. Eine Bauaufsicht gibt es nicht. Der Fluss, der La Trinidad teilt war zu einer Abwasserbeseitigungsanlage verkommen. Aber dann ging es auf die spektakuläre Helsema Road. 1931 wurde sie einigermaßen befahrbar für den Verkehr frei gegeben. Sie führt 130 km durch die Zentral-Kondilleren nach Bontoc. Sie windet und windet sich bis in die Höhe von 2255 m, gleichzeitig der höchste Punkt des philippinischen Straßennetzes. Die Dörfer an der Strecke sind waghalsig an die Hänge gebaut, für unsere Begriffe lebensgefährlich! Es kommt auch immer wieder zu Erdrutschen. Aber es sieht gut aus, aus der Ferne. Kommt man näher heran, sind die Mehrzahl der Häuser doch schon ganz schön klapprige Wellblechbuden! Egal, irre spannend waren die Fahrstunden allemal, zumal die Straße rechts oder links steile Abhänge von 3-400 m aufwies. Fast alle Hänge sind terrassiert und werden intensiv für den Anbau von Gemüse, Obst u. Blumen genutzt. Die Arbeit ist sehr beschwerlich und vielfach ist die Jugend dazu nicht mehr bereit, obwohl es den Familien ein gutes Auskommen sichert. Unterwegs haben wir gelernt, wie man reife Passionsfrüchte ohne Hilfsmittel isst. Köstlich !
In Abatan haben wir dann einen kleinen Stadtspaziergang eingelegt, bekannt ist die Stadt für ihre Fleischgeschäfte an der Straße. Alles kleine Buden, die es nach unserem Verständnis gar nicht geben dürfte! In fast allen Läden grinsen dich ganze Schweine- oder Rinderköpfe an! Aber es wird gekauft und wie!
Gleich nachdem man 10 km hinter Abatan die Provinzgrenze passiert, dort Lunch im Mount Data Hotel, nahe des gleichnamigen Berges. Auch ändert sich der Ackerbau. Aus den Gemüseterrassen werden Reisterrassen. Das Bewässerungssystem funktioniert auch wenn wir es als chaotisch empfinden! Ebenso die Elektrik. Darüber könnte man seitenlang schreiben! Abwässer gehen wahrscheinlich gleich auf die Felder. Man fährt oft lange hinter stinkenden Lastwagen her, die sind mit weißen Säcken beladen, dem Abfall aus den Hühnerfarmen, die es auch reichlich gibt, der als Düngemittel dient.
Eine Kaffeepause an der Straße, ganz einfacher Laden mit grandioser Aussicht. Der Kaffee kostete genau 40 Cent und dazu konnte man kostenlos Klebreis zu sich nehmen. Haben wir. Eingewickelt in einem Bananenblatt findet man eine dunkelbraune Masse vor. Schmeckt nicht schlecht, leicht süßlich mit Kokosnuss Aroma. 22 km vor Bontoc fuhren wir ab nach Sagada. 17 km mit 600 m Höhenunterschied. Unser Domizil im 1500 m hoch gelegenen Sagada ist das St. Joseph´s Resthouse, sehr einfach aber sauber. Zum Dinner in der Stadt, bei den Nachfahren des Fotografen Masferre, der das Leben der einfachen Menschen in den Bergdörfern abgelichtet hat, gut und sehr preiswert.
Grüße von D&B