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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Asien 12

16.3.

Abgesehen von einem Strandspaziergang, ein voller Gammeltag! Am Nachmittag hat es geregnet. Einige von unserer Leserschaft haben gefragt, ob wir noch Auswirkungen vom letzten Hurrikan gesehen haben. Auf der Nordinsel ganz vereinzelt zusammen gefallene Hütten, nichts von Bedeutung. Auf Palawan gar nichts und hier, nur ca 80 km südlich von Tacloban auch nichts. Hier auf Bohol wurde uns gesagt, das letzte Erdbeben vor dem Hurrikan wäre viel schlimmer gewesen, da hätten sie über 200 Tote gehabt. Davon hatten wir nun wieder nichts gehört! Aber grundsätzlich bedarf es keines Hurrikans um einen Großteil der Hütten wegzublasen! Sicher, für die Betroffenen schon ein Desaster, doch für die Regierung, wenn sie denn wollte, eine einmalige Chance Ordnung und Hygiene in das Chaos zu bringen.

 

17.3.

Heute hat meine Schwester Geburtstag, zum ersten Mal von der Arbeit „befreit“! Da wünschen wir ihr auf diesem Wege auch noch einmal alles Gute!

Wir waren heute in das Innere der Insel gefahren. Auf Bohol leben 1,3 Mio EW und die Hauptstadt ist Tagbilaran, im Süden. Etwas weiter südlich befindet sich  Panglao, eine kleine Insel (etwa 10x5 km), die durch 2 Zufahrten mit Bohol verbunden ist. Wir sind an der Alona Beach, doch der beste Strand beginnt erst 2km östlich von uns, das ist die Dumaluan Beach. Es folgen dann noch weitere! Wir fuhren an wunderschönen Mangrovenwäldern vorbei und durchquerten einen Wald mit philippinischen Mahagoni Bäumen, die jetzt unter Naturschutz gestellt sind. Unterwegs kamen wir an teilweise sehr schönen Wohnhäusern vorbei, aber gleich nebenan unbeschreiblicher Schrott. Irgendwie befremdlich. Und dann die Schäden durch das letzte Erdbeben im Okt. 13. Es hat viele Kirchen betroffen, die auch bis heute nicht wieder aufgebaut sind. In Baclayon haben wir eine besichtigt. Eine aus reinem Kalkstein ohne Zement gebaute Kirche mit angeschlossenem Museum über dem Kirchenschiff. Über die Präsentation der Exponate will ich mich nicht äußern, aber der Fußboden verdient eine Erwähnung, weil man ständig in die darunter liegende Kirche schaut!

Unser Ziel waren die in rund 400 m Höhe gelegenen Chocolate Hills. Diese Hills sind grasbewachsene runde Hügel von 30 bis 50 m Höhe. In der Trockenzeit verdorrt das Gras und wird braun, daher der Name. Über die Entstehung der Hügel ist man sich bis heute nicht einig, die Legenden sind da eindeutiger! Um einen richtigen Eindruck von den Hills zu erhalten muss man allerdings erst einmal 213 Stufen steigen!

In Loboc, wo es auch viele Erdbebenschäden zu sehen gibt, haben wir auf einem Floating-Restaurant geluncht, in Buffetform. Ich glaube, 4 Nichtasiaten, uns einbegriffen, standen gut 100 Asiaten gegenüber. Das Buffet richtete sich also an Asiaten, einziges Zugeständnis, neben Gabel und Löffel gab es auch ein Messer! Ich hab das mal beobachtet, die Einheimischen denken, im Magen kommt sowieso alles zusammen, also kannst du den Teller auch gleich mit allem füllen! Dann breitarmig Unterarme auf den Tisch, den Mund 5 cm über dem Teller und dann reinschaufeln. Also wir wollen unsere Tischsitten auch noch einmal überprüfen, irgendetwas machen wir falsch! Aber die 1,5-stündige Flussfahrt bis zum Busay-Wasserfall (2 m!) war sehr schön, es gab auch noch ein kleines Folklore Programm.

Dann haben wir in der sehr kleinen Tarsier Conservation Area die kleinsten Primaten der Welt (Rattengroß!) in einem abgesperrten Waldgebiet gesehen. Findet man allerdings nur mit einem Guide! Sehr putzige Tierchen, Nachtaktiv.

Und nach all diesen „Anstrengungen“ haben wir uns zum späten Nachmittag nach Bad im Ozean auf die Liege geknallt und 2 Bier getrunken! Doris meinte dann 2 Std. später, ich hätte die ganze Umgebung unterhalten. Dabei habe ich nur nachgedacht!

In diesem Sinne Euch allen Grüße von  D&B

 

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