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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Frankreich 9

Hallo Freunde!

Heute, 16.9., war das Wetter zu Beginn des Tages nicht so berauschend, aber es wurde besser und besser! Und so sind wir nicht sehr weit gekommen, nördlich von Seignosse-le-Penon am Plage des Casernes stehen wir. Schilder wiesen darauf hin, dass hier das übernachten von 22-8 Uhr verboten ist, doch um 21.30 Uhr ist es schon dunkel, vielleicht fallen wir nicht auf!

Vorher haben wir einen kurzen Abstecher in Moliets-et-Maa und Plage gemacht. Beides für viele Urlauber ausgelegt, jetzt fehlen die natürlich. Bei der Spar-Filiale sah es aus, als wollten sie heute den letzten Tag verkaufen! Am Strand war es, wie immer, sehr schön. Zumal wir seit vielen Tagen immer unter den „Naturisten“ verweilen!

Trotz des Verbotes haben wir gut geschlafen, obwohl am Abend ein Gewitter über uns hinweg zog. Es soll auch tüchtig gedonnert haben, sagt wenigstens Doris! Am 17.9. waren Städte angesagt. Zuerst Bayonne, am Zusammenfluss der Nive in die Adour. Mit 25 000 Ew die heimliche Hauptstadt des Baskenlandes. Etwas Unrühmliches stammt auch von hier, das Bajonett mit dem ab 1703 die französische Infanterie ausgerüstet wurde. Die Altstadt, Grand Bayonne und Petit Bayonne beiderseits der Nive strahlt einen sehr morbiden Charm aus. Nur die gewaltige, von der Altstadt völlig umbaute, Kathedrale Ste-Marie, ist eine Augenweide. Stilreine Gotik. Die alten Häuser sind schön an zu sehen, doch wohnen möchte ich da nicht. Es müsste hier sehr viel Geld investiert werden, um aus diesen schönen, aber heruntergekommenen Bauten etwas zu machen. Bei dieser Gelegenheit ist uns wieder mal aufgefallen, die Parkplatzgebühren in den Innenstädten sind wesentlich moderater als in Deutschland.

Dann, ein paar Kilometer weiter das Kontrastprogramm, Biarritz! Die Parkplatzsuche war zwar mühselig, dafür hatten wir aber auch gleich eine kleine Stadtrundfahrt! Biarritz kann mit tollen Bauten aufwarten und hat viele schöne Aussichtspunkte durch seine felsige Küste, u.a. Rocher de la Vierge. Hat uns gefallen. Im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen ist die Küste rauer und die Brandung an den Stränden ist sehr hoch, was wir dann selbst in Anglet, zwischen Biarritz und Bayonne gelegen, erlebten. Da stehen wir für die Nacht und sind am späten Nachmittag noch mal zum Baden an den Strand. Doch für Doris ist das absolut nichts, sie hat schon beim Zusehen Angst. Das ist das Eldorado der Wellenreiter. Ich war im Wasser, etwa 3m hohe Brandung, man muss nur durchtauchen können, dann geht alles glatt. Das herauskommen sollte man aber gut planen!

Nebenbei: um 10 Uhr 26°C und um 19 Uhr 27°C!

18.9., in der Nacht hatten wir ein gewaltiges Gewitter mit viel Wasser von oben! Wir sitzen gerade beim Frühstück, da kommt die Polizei und schreibt sich die Nummern der Mobile auf!! Ich raus und erst einmal ganz dumm getan, „forbidden?“. Ich erkläre denen, dass wir gerade beim Frühstücken sind und dann gleich fahren würden. Ganz nett, „no problem!“ Polizei, dein Freund und Helfer!!

Dann haben wir die Atlantikküste verlassen und sind in das Pyrenäen-Vorland, das Labourd, eine der drei französischen Provinzen des Baskenlandes. Haben uns in den Dörfern Ascain, Ainhoa und Espelette umgesehen. Allen ist der baskische Baustil gemeinsam. Geometrische Ornamente an Türstürzen und Fensterläden in Rot und Grün. Sieht alles sehr gepflegt aus. Die Landschaft ein Traum, allerdings viele Serpentinen bei engen Straßen.

Vom Col de St-Ignace, gerade 169m hoch, rattert eine Zahnradbahn aus dem Jahr 1924 auf den 905m hohen Rhune (Prähistorische Gräber aus der Eiszeit). Haben wir gemacht und nicht bedauert, eine Fahrt dauert 30 Minuten und das Panorama hat es in sich! Ascain und Ainhoa haben sehr schöne Kirchen mit 3 bzw. 2 wunderbar geschnitzten Holzgalerien!

In Espelette hatte Doris das Euzkadi zum Mittagessen ausgesucht! Wir bestellten die baskische Spezialität Axoa (Kalbsfrikassee). Mit viel Peperoni, denn Espelette ist in Frankreich als Dorf des Piments bekannt. Überall hängen an den glatten, weißen Hauswänden Girlanden mit Peperoni zum Trocknen.

Von dort auf die Mautpflichtige Autobahn (28.60€) und bis kurz vor Toulouse gefahren. Da es Morgen noch weiter gehen soll, haben wir eine Raststätte angefahren und stehen dort. Der heutige Tag war wieder sehr heiß, 29°C und strahlender Sonnenschein.

Wir grüßen alle D&B

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