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Frankreich 8

12.9., weiter Richtung Süden bei hochsommerlichem Wetter. Vorbei am Lac d`Hourtin-Carcana, mit 60qkm und damit größter See Frankreichs. In Lacanau-Ocean ins Touri-Büro, wollte dort den 8.blog absetzen, doch irgendwie gelang es mir nicht, den Text aus meinem Word-Programm in die blog-Seite zu kopieren. Lag sicher an over-blog, denn innerhalb meines Programms war das Kopieren problemlos. Die Küste von der Girondemündung bis zum Baskenland nennt man Cote d`Argent, Silberküste. Ist 200km lang und mit küstennahen Kiefernwäldern gesäumt. Hier gibt es unzählige Feriensiedlungen und Camping-Plätze. Die Küstenorte machen alle einen etwas bescheideneren Eindruck. Cap Ferret ist der westliche Zipfel des Ausgangs des Bassin d`Arcachon in den Ozean. Das Bassin ist sehr flach und zur Ebbe fast vollständig leer. Auch hier wird Austernzucht in Größenordnungen betrieben! Vom Phare, Leuchtturm, 52m hoch und 258 Stufen, hat man einen phantastischen Rundblick und bekommt schon mal einen Eindruck von der Dune de Pilar, Europas höchster Wanderdüne. Und weil das Wetter wieder so schön war, 27°C, Sonne satt, haben wir uns 15km nördlich von Cap Ferret auf einem Parkplatz im Wald eingenistet. Noch 3 Stunden Strand und Meer. Wir können davon gar nicht genug bekommen!

Also, die Französische Atlantikküste hat schon was. Wir haben ja schon viele Strände in der Welt gesehen, doch hier, das kann durchaus süchtig machen! Liegt es am Wetter? An der Nachsaison? Am unbeschwerten drum herum? Vielleicht kommt auch alles zusammen, wir könnten uns auf jeden Fall vorstellen, hier noch einmal einige Wochen zu verbringen. Komisch ist ja schon, dass wir von hier bisher so gut wie nichts wussten, obwohl die Region so einfach und relativ schnell zu erreichen ist. Und auch unsere Bedenken, bezüglich der Sprache und unserer Nationalität, sind vom Tisch! Im Gegenteil, nur nette Leute getroffen, hilfsbereit und auskunftsfreudig. Auch, dass alles etwas lässiger angegangen wird, gefällt uns. Einer sagte, wir haben unsere Gesetze aber natürlich auch unsere Praxis!

Heute am 13.9. sind wir um das Becken herum gefahren und haben in Gujan-Mestras im Port de Larros Station gemacht. In der kleinen Maison de L`Huitre haben wir unser vorhandenes Wissen über die Austernzucht erweitert und Doris hat gleich 6 verzehrt! Ich war eher zurückhaltend. Weiter über Arcachon und dessen Boulevard de la Plage und L´Ocean, wo unsere Kiste gerade so durch passte. Für die Dune du Pilar war es uns dann am Nachmittag zu warm, also Platz gesucht. Einfahrt nach Salie-Nord u. Süd. Beide Zugänge begrenzt auf 2.10m mit diesen Balken. Aber bei Süd hatten schon etliche Fahrzeuge eine kleine Umfahrung heraus gearbeitet! Haben wir genutzt und stehen nun in einem lockeren Kiefernwald, die Tagesbesucher sind um 20.30h fast alle abgefahren, nur wir nicht!

14.9. Wir waren früh aufgestanden, wollten auf der Düne möglichst allein sein! 3km vor dem Eingang stand die Polizei und leitete den Verkehr auf eine Nebenstraße um, na toll. Die Umleitung war endlos und so waren wir eine ganze halbe Stunde später, als geplant. Aber die Franzosen sind auch nicht solche Frühaufsteher, der Parkplatz leer und so waren wir auf der Treppe fast allein. Oben angekommen pumpt man ganz schön mit den Lungen! Aber grandios! Die Dune du Pilat ist 110m hoch, 3km lang und an der Basis 500m breit. 4m frisst sie sich pro Jahr in Richtung Kiefernwald. Sie verändert sich durch den Wind ständig. Einmal oben mussten wir natürlich zum Gipfel, der in weiter Ferne lag (Doris meint 1,5km, könnte sein, obwohl man das schlecht schätzen kann) Hin und zurück sind wir 1 Std. durch den feinen Sand gestiefelt! Glück hatten wir mit dem Wetter, es war leicht bewölkt und 20° warm. Am Ende unserer Tour waren dann alle anderen auch ausgeschlafen und es herrschte Andrang! Wir sind dann nicht die Treppe runter, sondern, wie sich das für unser Alter gehört, die Sandwand in großen Sprüngen herunter! Das Wetter besserte sich und es ging über Bisccarrosse, Parenti, Mimizan nach Contis-Plage auf einen Stellplatz. Hier bleiben wir 2 Tage. Es ist ein kleiner Ort mit vielen Mietmöglichkeiten und schönem Strand.

15.9., wir sind noch einen Tag bei 26°-28°C am Strand geblieben, wunderschön. Der Stellplatz (kein Campingplatz) ist ruhig, im Dorf gelegen, zum Strand 500m. Wir haben Kalt-Duschen, Tois, alle Möglichkeiten für das Cleaning und Strom. 12€/24Std. Wir denken, das ist absolut o.k. Es ist 20 Uhr und das Thermometer zeigt 25°C! Der Wein ist gut gekühlt und so werden wir uns zum Schwatzen draußen setzen. Was auffällt, ist die Menge an Hunden, die die Franzosen so mit sich führen! Leider sind sie nicht so genau mit den Tüten! Da muss man tüchtig aufpassen, keinen Stinkeschuh mit ins Mobil zu schleppen.

Grüße von Doris& Bernd

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