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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Polnische Ostseeküste

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Pobierowo (polnische Ostseeküste)

 

Samstag,24.9.2011

Starten in Zehdenick bei schönem Spätsommerwetter um 9.10h. Benötigen bei sehr langsamer Fahrt 3 Std. Finden, Navi sei Dank, die „Pension Flamingo“ schnell. Freundlicher Wirt. Die Zimmer liegen im 1. Stock, sind in Ordnung, mehr kann man für diesen Preis nicht verlangen. Unser Zimmer wird der Gemeinschaftsraum werden, denn wir haben einen großen Balkon mit Tisch und 4 Stühlen. Nach Einräumen gibt es gleich Mittag. Danach gehen wir am Strand bei wunderbarem Sonnenschein bis Trzesacz. Dort steht oben auf der Düne noch eine Wand einer Kirche, die 1871 noch 100 m im Inland stand. Als Aufgang zu dem Dorf hat man aufwendig eine Treppe gebaut. Trinken dort ein Bier und laufen wieder 45 Min. zurück. Das Abendbrot ist leider sehr einfach, eigentlich einfallslos. Sitzen dann noch bis 22h. Allerdings nicht auf dem Balkon, es ist einfach zu kalt.

 

Sonntag, 25.9.

Früh noch kühl und so gehen wir den Ort erkunden. Macht alles einen sehr ordentlichen Eindruck, wäre da nicht die andere Schrift, man könnte sich in Deutschland wähnen! Danach an den Strand, der sehr breit und sauber ist. Von der Pension gibt es Strandmarkisen und so umbauen wir unser „Territorium“! Wir baden sogar alle. Es ist sehr schön warm und wir sind faul. Zum Mittag holen wir von einer Straßenräucherei Fisch. Nach dem Abendessen sitzen wir noch bis 20.45h und sehen Bilder auf dem Laptop.

 

Montag, 26.9.

Auch heute deutet sich schönes Wetter an. Ich jogge früh und habe Mühe, das Grundstück zu verlassen. Heute steht für alle eine Massage an. Der Masseur ist leider ein Mann, Doris und Hannelore finden das gut(!), aber er macht seine Sache gut. Ab 10h sind da es dazu noch wir dann am Strand und faulenzen mal wieder, abgesehen von einem Strandspaziergang. Zum Mittag holen wir uns dann aus der Pension einen Eisbecher mit Früchten und Schlagsahne an den Strand! Und da es noch Bier, Sekt und „Hundekuchen“ (Hannelore hat einen sog. „Kalten Hund“ gebacken) gibt, schläft es sich auch hinterher sehr gut! Am Abend sitzen wir wieder bei uns im Zimmer und reden über gaaaanz wichtige Dinge.

 

Dienstag, 27.9.

Nach dem Frühstück nehmen wir unser Fahrrad und fahren über Pustkowo, Trzesacz, Rewal nach Niechorze. Dort besteigen wir den Leuchtturm (208 Stufen) und umrunden den Binnensee. Wir hoffen auf Kranichbegegnungen, doch daraus wird nichts. Aber die Landschaft entschädigt und die Stimmung auf den Rädern ist sehr gut. Auf dem Rückweg kehren wir in einer Fisch-straßen-bude ein und stärken uns mit einem Fischbrötchen und Bier. Vom feinsten!! Sind dann um 16.45h wieder in unserer Pension. Am Abend wieder erregte und auch anregende Diskussionen auf dem Zimmer.

 

Mittwoch, 28.9.

Jogge früh. Nach dem Frühstück mit dem Auto in Richtung Wolin (Insel). Unterwegs suchen wir einen Leuchtturm, den wir nicht finden, dafür machen wir einen wunderschönen Spaziergang in einem Buchenwald bei Sonnenschein. Auf der weiteren Fahrt besuchen wir die Steilküste vor Misdroy. Dann weiter nach in das Seebad, Verkaufsbuden und Seebrücke (400m). Gefällt uns sehr gut, leider führen die Gaststätten keine Toiletten(!), deshalb klappt erst der 2. Anlauf, doch dann bekommen wir unsere Waffeln mit Erdbeeren und Schlagsahne! Von dort nach Wolin, Besuch der Kirche, die aber nicht offen ist. Weiter nach Kamien in den Dom (Orgel 13m lang, 9m hoch, 3300 Pfeifen) mit Kreuzgang und Klostergarten. Dann wieder nach Pobierowo, die Tasche gepackt mit den flüssigen Nahrungsmitteln und an den Strand! Halten es da auch noch 1,5 Std. aus. Nach dem Abendessen wieder auf dem Zimmer.

 

Donnerstag, 29.9.

Erst wieder Massage. Um 10.45h Abfahrt nach Kolberg über Treptow an der Rega. Hier besichtigen wir den Marktplatz (noch Mittelalterlich) und den Dom, 90m hoch. Wenn man so „über`s Land“ fährt, sieht man schon die Unterschiede zu Deutschland, besonders zu der ehemaligen DDR. Da gibt es noch viel Nachholbedarf.  In Kolberg sind wir nur 2 Punkte angefahren, die Seebrücke in der Nähe des Leuchtturmes mit ihrer Umgebung. Da wären die Sanatorien und Hotels zu nennen, mit all ihren Rentnern und die Verkaufsbuden, die all das anbieten, was man auch unbedingt braucht! Abgesehen davon haben auch wir etwas zum Umsatz beigetragen, indem wir 3 Schalen frischer Himbeeren (250g), für je 3.50 Sloty, gekauft und dann mit Genuss verspeist haben. Die Seebrücke war eigentlich ganz beeindruckend, doch Urlaub wollte hier niemand von uns machen! Dann weiter in die Innenstadt zur Marienkirche, die nach dem Krieg auch völlig zerstört war. Inzwischen wieder aufgebaut, beeindruckend. Die daherum liegende Altstadt ist ganz nett, aber auch nicht so toll, es liegen in naher Umgebung noch zu viele „sozialistische Sünden“. In einem Eiskaffee essen wir etwas und fahren dann wieder nach Pobierowo, wo wir auf der „Teresie“ bei etwas flüssiger Nahrung auf den Zeitpunkt unserer „Wässerung“ warten. Um 16.30h ist es dann soweit, der letzte Punkt aus unserem Paket wird eingelöst, Sauna und Whirlpool. Nur wir 4 allein. Macht Spaß! Nutzen es 11/2 Stunden. Nach dem Essen wieder auf dem Zimmer.

 

Freitag, 30.9.

Ein wunderschöner Altweibersommertag, von früh bis spät strahlend blauer Himmel! Laufe früh mit Kurt zum Briefkasten, auf dem Rückweg wird noch eine Kleinigkeit in einem Tante Emma-Laden besorgt. Wir sehen eine Villa Sofia und bewundern diese, da kommt der Besitzer und bittet uns zu einer Besichtigungstour. Wir sind schwer begeistert, wesentlich besser, als unsere Pension! Wir haben eine Karte mitgenommen. Um 10.30h gehen wir an den Strand und verlassen ihn erst wieder um 16.30h. Alle baden noch 2x!! Und sonst geht es uns auch sehr gut, „Hundekuchen“ und Räucherfisch mit Bier und Sekt. Nach dem Essen sitzen wir noch bis 20.10h, dann hat Hannelore absolut keine Ruhe mehr und beendet den Abend, da sie noch packen muss. Wir haben auch schon unsere Nebenkosten bezahlt, alles preiswert. Trotzdem muss man sagen, es gibt sicher bessere und auch schönere Quartiere, sicher dann auch etwas teurer. Aber es hat uns gefallen, wir sind satt geworden und bei dem schönen Wetter haben wir absolut nichts vermisst.

Polen ist sicher ein Reiseland, wir hatten das bisher noch nicht so gesehen, doch wir werden es uns merken. Es muss in diesem Land noch viel gemacht werden, doch man hat den Eindruck, sie sind auf gutem Wege. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren nett und freundlich, wie überall auf der Welt! Für mich kam der einzige Wermutstropfen aus Deutschland, wo dieser „Griechenschirm“ beschlossen wurde, ich denke, der wird uns irgendwann auf die Füße fallen.

Um 20.43h liege ich im Bett.

 

Samstag, 1.10. 

Starten bei sehr schönem Wetter um 8.30h nach Swinemünde.  Setzen dort mit der Fähre auf die Insel Usedom über und suche n uns einen Parkplatz nahe der Promenade. Hier glaubt Hannelore, die über die Großeltern Wurzeln in dieser Stadt hat, in einem Eckhaus an eben dieser Promenade des Großvaters Bäckerei gefunden zu haben! Gebacken werden auch sehr gut schmeckende Torten im schräg gegenüber liegendem „Cafe Amsterdam“. K+H laden zum Abschluss der Reise ein.

Alles in Allem, eine sehr schöne Woche.         

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