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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Kanada 8

Ich glaube, in ganz Alaska findet man kein aus Stein gebautes Wohnhaus, wir jedenfalls haben bisher keines gesehen. Und das, obwohl man hier Steine genug hätte! Alles wird in Holz gebaut, für uns Europäer ungewöhnlich.  Die Gegend nördlich von Anchorage ist mit der Stadt Wasilla sehr dicht besiedelt. Eigentlich ist „dicht“ der falsche Ausdruck, es ist alles sehr zersiedelt, so dass man Meile um Meile fährt, bis man besiedeltes Gebiet verlassen hat. Auch nach 72 Meilen ist uns das nicht richtig gelungen, aber wir stehen einsam im Wald an einem See, leider finden Mücken die Gegend auch attraktiv.

„Denali“ bedeutet auf athapaskisch „der Hohe“ und der Berg ist Teil der 1000 km langen Alaska Range. Aber die Amerikaner haben dem Berg den Namen „Mount McKinley“(früherer US-Präsident) gegeben. Nur den NP nennen sie Denali, der mit einer Fläche von 24 000 qkm das größte geschütze Ökosystem der Welt ist.

Auf dem Weg in den Denali NP ist ganz schön Verkehr und überall steht geschrieben, wenn man sich vorher nicht angemeldet hat muss man mit wenigstens 2 Wartetagen rechnen. Aber wie das häufig so ist, die Theorie weicht von der Praxis ab. Unsere Shuttlekarten hatten wir für den frühen Morgentermin (5.15 h) sofort! Der gesamte Eingangsbereich ist geradezu irre ausgebaut, es fehlt an nichts. Museum, Kino, Giftshop, Amphietheater, Post und einem CG mit allem, was dazu gehört. Viele Angebote für Aktivitäten gibt es auch. Wir haben uns dann noch eine Vorführung mit Schlittenhunden angesehen. Vorher die Hunde besichtigt und gestreichelt! Sind ganz liebe Tiere und die reinrassigen alaskanischen Huskys haben blaue Augen. Unser CG nennt sich Riley Creek und wir stehen in der Sektion „Bear“.

Um 4h war Aufstehen angesagt, Sigrid hat 2 Wecker und so wurde ausgemacht, sie wecken uns. Es klopft dann zu früher Zeit auch an der Tür. Wir schauen auf die Uhr (welch ein Glück!), es ist Punkt 3h!! Sie hatte vergessen, die Alaska Time einzustellen, lebte immer noch in Kanada. War der Sigrid ganz schön peinlich! 

Der Shuttle startete pünktlich 5.15h, die Wolken hingen tief. Wir hatten bis zum „Wonder Lake“ gebucht, das ist bei Mile 85 und bedeutet 5 Stunden Fahrt, wobei etliche Pausen an markanten Punkten eingelegt werden. Natürlich auch und ganz besonders, um den Stolz der Alaskaner zu sehen, den Mount McKinley! Den haben wir vor 20 Jahren in seiner ganzen Pracht gesehen, doch heute tat uns der 6193 m hohe Berg nicht den Gefallen. Erwähnenswert ist das „Eielson Visitor Center“ bei M66, ganz neu, großzügig und informativ. Die Busfahrer haben einen gut geschulten Blick und halten bei jeder Tiersichtung. Dann wird fotografiert und mit dem Fernglas beobachtet. Gesehen haben wir Dallschafe, Karibus, Elche und etliche Grizzlys. Die Krönung waren 2 Wölfe. Die Tiere sind zwar nicht sehr dicht am Bus, doch es ist immer wieder faszinierender als im Zoo. Die Fahrt geht über die einzige Schotterstraße, die in den Park hinein und auch wieder heraus führt und die klebt teilweise an steilen Berghängen. Auf der abfallenden Seite sind es schnell mal 200 Meter, die es da in die Tiefe geht und keinerlei Sicherungen! Am Wonder Lake regnete es dann in Strömen, so dass wir uns nach einer halben Stunde zur Heimreise wieder in den Bus gesetzt haben. Mit dem Laufen hat Doris wieder große Probleme, eigentlich geht eine Wanderung gar nicht mehr. (Es muss nach Kanada medizinisch unbedingt was gemacht werden!) W+S sind da fit und waren auch profimäßig auf den Regen eingestellt, sie sind geblieben.

Auf der Weiterfahrt am 31.7. haben wir Station in dem kleinen Nest Nenana gemacht. 3 Dinge sollte man hier finden.

Den Zusammenfluss vom Nenana in den Tenana River. Der gemeinsam gebildete Strom ist dann wieder der Tanana, der in den Yukon mündet. Der Ort hat sogar einen Flusshafen. Nenana bedeutet in der Eingeborenensprache: „ein Platz zum Lagern zwischen 2 Flüssen“.Da s haben wir gesehen!

Dann ist der Ort in ganz Alaska für seine „Eis-Wette“ bekannt. Dazu wird im Frühjahr ein kompliziertes Holzgebilde auf das Tanana Eis gebracht und mit einem Seil, das wiederum eine laufende Uhr anhält, wenn es sich bewegt, verbunden. Der Sieger hat die Stunde und Minute und Sekunde des Platzen des Eises fast genau erraten!

Als dritte Attraktion gibt es einen Aussichtspunkt vom Rand eines Canyon mit Blick zum McKinley. Den haben wir nicht gefunden, die Ausschilderung ist häufig miserabel. Aber wir haben dann eine Schotterpiste gefunden, die wenigstens in die richtige Richtung wies. Ging sehr steil hoch und wir landeten an einer elektr. Station und einer Wetterstation, was wohl nicht für Touristen gedacht war, doch da hatten wir eine grandiose Aussicht. Nur der Berg der Berge versteckte sich mal wieder, wie an so vielen Tagen im Jahr.

                                             Grüße D&B   

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