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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Kanada 22

Nachdem der letzte Programmpunkt gestern wegen Regen gestrichen wurde, schien heute, am 15.9., wieder die Sonne. Wir haben uns von unserem Nachtplatz, wo wir sehr gut geschlafen haben, wieder in die Spur begeben. Weiter den Parkway Richtung Niagara on the Lake. Zuerst kam der White Water Walk. 72 m mit Guide u. Elevator in die Tiefe und schon ist man fast auf dem Niveau der gewaltigen Strömung. Ein schöner Wanderweg führt auf der kanadischen Seite entlang. Die weitere Fahrt führte durch das Weinanbaugebiet der Niagara Region. Es muss sich lohnen, wenn man die Grundstücke mit den herrschaftlichen Häusern sieht. Viel Obst wurde heute entlang der Straße angeboten, alles, was es auch bei uns gibt. Niagara on the Lake, am Ontario Lake gelegen, hat uns sehr gut gefallen. Die Hauptstraße mit sehr vielen Blumenrabatten angelegt und sehr schöne Geschäfte zum Bummeln. Unsere Mittagspause hatten wir dann in einem Park am Ontario. Die Auffahrt auf die Autobahn nach Toronto war etwas mühselig, zumal wir bald wieder abgefahren sind um einen CG zu finden.

Am 16.9. waren wir dann in Toronto. Die Stadt allein wird mit 2,7 Mio EW angegeben, der Großraum mit über 6 Mio. Wir sind über die Autobahn, doch hat Doris, wegen der nicht gerade günstigen Ausschilderung, sich verfranzt. Aber wir haben ja noch das andere Gefährt und das ist mit einem Navi ausgerüstet. W+S haben uns dann sicher in die Innenstadt geführt. Dann der nächste Schock, wir dachten, Sonntagvormittag wird in der Stadt tote Hose sein, doch das müssen auch viele andere gedacht haben. Parkplatzsuche war sehr schwierig, uns wollte keiner haben! Außerdem sehr teuer. Aber zum Schluss hat doch noch alles geklappt. Sind dann gleich auf den Tower, der mit 553 m lange Zeit der höchste Turm der Welt war. Aus 346 m hat man bei strahlend blauem Himmel eine gute Sicht. Natürlich durfte das Glasdeck nicht fehlen! Dann eine Stadtrundfahrt mit einem hop and on Bus, eingeschlossen war auch noch eine Fahrt mit einem Boot zwischen den vorgelagerten Inseln. Toronto Down Town hinterließ bei uns einen sehr guten Eindruck. Gewiss, Wolkenkratzer, aber die hat man inzwischen überall, doch man findet auch noch etliche alte Bausubstanz in Form von öffentlichen Gebäuden als auch private Wohnhäuser. Nur die Straßen sind grausam! Am Dundas Square hatten wir eine Pause eingelegt, hier kann man das pralle Leben gut beobachten, vor allem die Spinner! Toronto lebt auch von seinen Studenten und rühmt sich, die erste Großstadt der Welt(!) zu sein, in der seit 1971 die Integration voll gelungen ist. So hat man u.a. Little IItaly, Chinatown, Greektown und Little India. Der Lake Ontario ist mit 18960 qkm auch nicht gerade klein und so verwundert es nicht, viele Boote auf dem See zu sehen.

Die Ausfahrt war dann ein Geduldsspiel, zumal wir unbedingt Benzin brauchten. Nun sind wir noch nicht einmal bis zur Stadtgrenze East gekommen, haben uns einfach auf einen CE-Railway- Parkplatz gestellt.

Und haben gut geschlafen! Wir sind dann über die 6-8 spurige Autobahn, 401, hier darf man auch nicht schneller wie 100 km/h fahren, nach Trenton. Dort auf die 33 nach Wellington und da der Tag mal wieder super war, sind wir dort auf der public beach hängen geblieben. Wir waren in der äußersten Ecke und fast die einzigen am Strand. Noch mal kurz zum Verkehr. Auf der Autobahn sollte man tunlichst seine beiden Rückspiegel beobachten, überholen ist rechts und links üblich und die großen Trucks fahren alle schneller als wir. Und dann ist grundsätzlich das Rechtsabbiegen an einer roten Ampel gestattet! Sollte man in Deutschland auch einführen. Wer die Geschwindigkeit um 50 km/h überschreitet, den erwarten 10 tausend CAD Strafgeld und Einzug seines Gefährts. Scheint zu funktionieren! Noch etwas funktioniert. Alle Staaten loben Preisgelder in unterschiedlicher Höhe für die Anzeige von Umweltsündern aus! Die Straßen Kanadas sind erstaunlich sauber.

Am Wellingtoner Strand, vergleichbar mit Ostsee, haben wir dann den Nachmittag mit Baden und Sonnen verbracht. War richtig gut, das Wasser normal temperiert. Ein Ehepaar aus dem Ort erzählte mir, es wäre der trockenste und heißeste Sommer seit 40 Jahren! Für uns natürlich gut. Ich habe dann auch von uns erzählt. Als Werner und ich den 774zigsten Sonnenuntergang fotografierten kam ein Ehepaar und fragte, ob wir die verrückten Deutschen aus Vancouver wären! Ich fragte, woher sie das wüssten. Das hätte sich im Ort schon herum gesprochen und so denke ich, wird uns auch keiner verjagen! Alle ganz nett. Jeder hat für jeden ein Wort übrig und manchmal wird daraus dann auch mehr.

Dieses Prince Edward Island ist großes Weinanbaugebiet. Die kleinen Orte sind sehr gepflegt und teilweise mit herrlichen Anwesen bestückt. Auffällig sind die tollen Rasenflächen vor allen Häusern, keine Blumenrabatten, nur Bäume und Rasen. Der überall ordentlich gemäht ist. Inzwischen ist es draußen dunkel und wir sind ganz allein am großen Ontario. 

Viele Grüße!   D&B        

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