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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Asien

 

 

 

S I N G A P U R   (27.2. – 2.3.14)

 

11.30 Uhr. Bei schönstem Wetter sitzen wir im Münchener Flughafen und haben noch eine Stunde Wartezeit, dann ist boardingtime. Der Flughafen macht nicht gerade den Eindruck, als wäre er überlastet! Haben sogar noch einen sehr schönen Platz in der Lounge bekommen.

Die Gesellschaft, mit der wir fliegen, natürlich „Singapur Airlines“. 10300km haben wir gemeinsam vor uns Service sehr gut, doch die Maschine, mit der wir flogen schon in die Jahre gekommen, zu mindestens was das Entertainment betrifft. Ausgezeichnetes Essen, auch endlich mal „ofenwarme Brötchen“! Und schnell sind sie, die Damen, die allesamt chinesischen Ursprungs sind, vergessen nichts. Es gab auch den berühmten Cocktail „Singapur Sling“, erstmals 1915 im Raffles Hotel kreiert. Und reichlich Cointreau, was Doris nicht so sehr erfreute! Ich trinke so etwas ja nicht. Aber nach einigen Gläsern Wein und einigen „Magenberuhigern“ habe ich doch 5 Stunden am Stück geschlafen! Nun haben wir von den 11.40 Stunden nur noch 2.5 Stunden, wovon auch noch die Frühstückszeit abgeht. Viele von Euch haben die Nacht noch gar nicht begonnen! Soeben bekamen wir die heißen Gesichtstücher, ein Zeichen, dass das Frühstück nicht mehr weit ist! Wir überfliegen gerade die Andamanen, Phuket ist nicht mehr weit und draußen ist es noch dunkel, Die Nacht ist kurz, wir fliegen nach Ost und von dort kommt sie ja auch, die Nacht mit ihrer Dunkelheit. Unser Flug verläuft gegenteilig und so durchqueren wir das Dunkelfeld schnell.

Singapur, dieser kleine Stadtstaat, (die Fläche kleiner als Hamburg!) soll die sauberste und sicherste Stadt der Welt sein. Natürlich nicht wegen der Menschen, die dort in einem Schmelztiegel leben, sondern wegen des Druckes von oben! Aber das muss ja nicht schlecht sein. 5.3 Mio EW, wobei die Chinesen, Malaien und Inder die Mehrzahl stellen. Geografisch Malaysia im Norden und Indonesien im Süden. Klimatisch gehört Singapur zu den Städten, in denen man das ganze Jahr keine Jacke benötigt, auch wir werden mit 33°C empfangen!

Der Shuttlefahrer stand schon am Ausgang des riesigen Airports. Die Formalitäten waren schnell erledigt. Wir fuhren durch ganz Südsingapur von Ost nach West und um 9.30 Uhr war auch schon das Zimmer im Swissotel Merchant Court bezugsfertig! Das Hotel liegt fast direkt am Singapur River und damit sehr zentral. Nach Erfrischung der erste Stadtgang. Sind zuerst, auf der Westseite, dem Boat Quay gefolgt, über die Ord Bridge zum Ostufer und weiter auf dem Clark Quay zum North Boat Quay. Auf dem River fahren Boote nach einem festen Fahrplan, preiswert. Am NBQ steht auch das Parlamentsgebäude und eine weiße Statue von Stamford Raffles, der 1819, aus Sumatra kommend, hier an Land ging um einen Handelsposten der East India Company zu gründen. Irgendein Sultan trat ihm diese Insel per Vertrag ab. 1965 erst ein unabhängiger Staat. Am Clark Quay hat man neu gebaut, ein großes Viertel, direkt am River, das sich auch noch in 2. Und 3. Reihe erstreckt. Kleine Restaurants aus aller Herren Länder. Am Boat Quay dagegen stehen die alten Häuser vor den nicht weit entfernten Hochhäusern und sind alle mit wunderbaren Lokalen und Pubs ausgestattet. Dort haben wir auch eine Rast eingelegt und etwas gegessen. Leider bekommt man nur Stäbchen, ich hatte einen Mango Salat, in Streifen geschnitten! Aber sie hatten einen Vorlagelöffel auf der Platte, mit dem habe ich dann gegessen!

Zu beiden Seiten des Ufers sind Gruppen von lebensecht wirkenden Figuren aus Kupfer aufgestellt, die Szenen aus vergangenen Zeiten darstellen. Über die Cavenagh Bridge, älteste und einzige Hängebrücke der Stadt, die in Glasgow produziert und hier wieder aufgebaut wurde, ging es in den Merlion Park. Merlion ist eine Wasserspeiende Halb-Fisch-halb-Löwen-Figur (soll Bezug zur Löwenstadt Singapur und dem Wasser herstellen). Von hier hat man sehr schöne Blicke auf das riesige Fullerton Hotel, den Singapure Fleyer (165 m hohes Riesenrad) und Marina Bay Sands Hotel mit dem Sky Park in 200 m Höhe. Dieser Park stützt sich auf drei Hochhäuser und ist in der Form einem Schiff nach empfunden. 16.400 qm groß! Da wollen wir auch noch rauf. Sehr gut sieht man von hier auch das Theatres on the Bay, dessen Bedachung der Stinkfrucht Durian nachempfunden ist, nun heißt das Theater auch so. Bevor wir dann 2 Std. geruht haben, sind wir auf dem Rückweg durch  die Circular Road, direkt hinter dem Boat Quay gelaufen. Auch hier eine Kneipe an der anderen, uriger und wegen des fehlenden Riverpanoramas auch viel preiswerter!

Am Nachmittag 40-minuten Fahrt auf dem River.

Dann Aufstieg zum Fort Canning Park. Eine „Grüne Lunge“ mit uraltem Baumbestand. Sehr schön anzusehen. Auf dem Rückweg führte uns der Weg durch das Liang Einkaufcenter, aber das ist halt wie überall auf der Welt.

Am Abend in der Circular Road in einem Hawker Centre gegessen. In den Hawker Centers wurden die ehemaligen Straßenhändler zusammengefasst. Die Großen unter ihnen bieten 20-25 Händler an, die alle unterschiedliches kochen, zu sehr günstigen Preisen, auch die Getränke sind wesentlich billiger als in den „richtigen“ Gaststätten. Wir hatten uns einen Chinesen ausgesucht. Ob das Cury spicy ist? Man gab uns erst mal auf einem Löffel zu kosten! War dann aber doch noch ganz schön feurig! Man sitzt auf der Straße und die Geschäfte brummen. Sehr viel Betrieb auf den Quays.

Die oben beschriebenen Strafen bei Verunreinigung der Stadt sind auch nicht mehr Abschreckung genug! Zigarettenkippen und teilweise Bierbüchsen und Tüten findet man recht häufig, was bei der Menschenmenge und abendlicher Dunkelheit vielleicht auch verständlich ist. Aber es gibt kein Graffiti und keine Bettler! Spät am Abend haben wir dann noch Außenanlagen unseres Hotels erkundet, Restauration im Freien, großer Pool und Fitnessraum, alles mit schönen Ausblicken auf den River.   

 

Allen Lesern herzliche Grüße, von  D&B

(sollten die Straßennamen verwirren, mal in Google maps oder Earth schauen) 

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