Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
Manchmal stehen sie Kopp!!!!
Trier, 20.-26.3.13
Gestern war nun der lang erwartete Frühlingsanfang. Und was war das für ein tolles Wetter! Kälte, Schnee und Regen.
Wir haben unser behäbiges, dem „Alter“ geschuldetes Leben in Zehdenick unterbrochen und sind einem Hilferuf aus dem fernen Trier gefolgt. In der Nacht zum 20.3. verließen wir den Hof um 1.20 Uhr, vor uns 786 km. Auf den ersten 20 ging es gemächlich und vorsichtig voran. Der Grund waren die vielen Rehe auf u. an der Straße. Die Autobahnen waren frei und weiter westlich dann auch trocken. Erstaunlich der gewaltige LKW-Transit von Ost nach West und umgekehrt. Aber Dank 3-spuriger Autobahn hatten wir lange Zeit freie Fahrt. Nach 6.5 Std. waren wir dann mit frischen Brötchen zum Frühstück in der Gloucester Straße. Auch in Trier war es alles andere als kuschlig, Regen und 2°C.
Andrea, angeschlagen durch einen Infekt, sonst aber intakt.
Sophia, ruhig wie gehabt und Mark, munterer als gehabt, freuten sich auf Oma und Opa.
Jochen, gewandelt durch selbst gewollten 14 Kilo Gewichtsverlust seit Weihnachten! Steht ihm gut, bis auf das Gesicht, das den jugendlichen Charme verloren hat!
Mit hohem Interesse wird mehrmals am Tag das Wettergeschehen in Zehdenick verfolgt, obwohl es auch hier kalt und ungemütlich ist. Diese Zweiteilung mitten durch Deutschland gab es in diesen Dimensionen nicht wirklich oft. Was macht man nun als gute Oma und weniger guter Opa an solchen trüben Tagen mit den Enkelkindern? Ehrlicherweise muss gesagt werden, sie können sich schon ganz gut allein beschäftigen. Aber manchmal ist es Nerv tötend! Oma hatte Bastelzeug mit und der Opa hatte sich vorgenommen, mit der Enkeltochter einen Nistkasten zu bauen. Ist auch alles ganz gut gelungen, nur Mark mussten wir aus dem Dunstkreis der Bauarbeiten entfernen, er hat noch nicht die richtige Ernsthaftigkeit! Dann gibt es ja auch noch die ganzen Kartenspiele, wie Mau Mau und Uno. So haben wir uns bis zum Freitag gerettet und am Wochenende ist dann ja auch der Chef zu Hause. Aber wir wollen mal nicht stöhnen, jeden Abend sind wir wieder in unserer Ferienwohnung und morgens fahren wir mit frischen Brötchen zum Frühstück in die Gloucester Straße.
Heute am 22.3. haben wir in der Sonne gesessen! Die scheint seit dem frühen Morgen. Da schmeckt der Rotwein doch gleich noch einmal so gut!!
Nachdem das gute Wetter mal wieder eine Pause eingelegt hat, gibt es heute eine andere Erfolgsmeldung. Vom Frühstückstisch aus konnten wir beobachten, wie Meisen das neue Vogelhaus okkupierten. Das ging schnell. Eine andere Meldung kam aus der Zeitung. Trier plant für die gesamte Stadt in der Zeit von 22-6 Uhr ein 30 km/h Limit! Es sollen 3 Dezibel weniger für die Einwohner dabei heraus kommen. Nun, mich trifft es nicht wirklich, aber wenn ich daran denke, wie viel Dezibel die Eltern zu Hause durch ihre Kinder ertragen müssen, kommen mir Zweifel, ob der Gesundheitsförderung durch die Verkehrspolitiker. Ja, es ist schon erstaunlich, welch einen Lärm zwei aufgeweckte Kinder veranstalten können und zusammen mit den lautstark hervorgebrachten erzieherischen Wünschen der Eltern wird ein Pegel erreicht, den sogar der etwas hart hörenden Opa nervt. Ich könnte da noch viele nette Beispiele aufzählen. Doch die Oma hat mich verwarnt, denn von moderner Kindererziehung würde ich absolut nichts verstehen. Also, wo sie Recht hat, da hat sie Recht!
Und nun sollen die Schuhläden in der Innenstadt besichtigt werden, also ein Stundenprogramm!
Doris&Bernd