Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
Heute am Mo, 25.11., haben wir einen „Stadtbummel“ unternommen. An vielen Stellen waren allerdings wir die Exoten. Bei einem fliegenden Obstverkäufer verbrachten wir einige Zeit, jede in Erwägung gezogene Frucht musste erst verkostet werden. Gekauft haben wir natürlich dann auch noch. Aber so wirklichen Spaß bringt ein solcher Spaziergang nicht, es ist einfach zu heiß. Hinzu kommt das, in unseren Augen, Chaotische auf den Straßen. Keine Gehwege, viel Dreck und ständiges Hupen verbunden mit starkem Verkehr. Straßenseite wechseln ist immer auch eine kleine Lotterie! Auf dem Rückweg haben wir dann im „Wiener Dschungel“ pausiert bei wunderbar schmeckendem Mangosaft. Schnorcheln war ich heute auch schon, aber große Enttäuschung, nur Wüste. Und ich war weit draußen. Morgen werde ich noch mal versuchen, das Außenriff zu erreichen, vielleicht ergibt sich da was. Andere Gäste sind gerade vom Whale-watching zurück, Wale ja, aber immer am Horizont! Also werden wir uns das verkneifen.
Sri Lanka, 21 Mio EW, hat fast die Größe des Freistaates Bayern, also nicht sehr groß! Aber in die Länge gezogen! 435 km lang, maximal 225 km breit und1300 km Küste mit sehr schönen Sandstränden. Zuerst die Portugiesen, dann die Holländer da. Zu guter Letzt die Engländer, die 1948 die Unabhängigkeit gewährten. 1983 bis 2009 Bürgerkrieg zwischen Singhalesen im Süden und Tamilen im Norden. Und nun tragen wir zum wirtschaftlichen Boom bei! Der Buddhismus ist vorherrschend (70%). Siddharta Gautama hat hier alle fest im Griff. Überall Dagobas, die wie Käseglocken aussehen, alle mit irgendwelchen Reliquien Buddhas. Nur 15% der Bevölkerung sind Hindus, die an den ewigen Kreislauf glauben und hoffen, dass sie es bei der nächsten Widergeburt besser treffen, was viel mit dem Karma zu tun hat. Geschichtlich war es auf dieser kleinen Insel wie überall auf der Welt, seit tausenden von Jahren ein Hauen und Stechen! Man verliert da schnell den Überblick. Z.Zt. haben sie zwar Frieden, doch die Ursachen des Bürgerkrieges sind geblieben. Ein modernes Kapitel ist die Heiratspraxis auf der Insel. An jedem Wochenende stehen in den Zeitungen tausende von Anzeigen zu diesem Thema. Es suchen nicht die eigentlich betroffenen, nein, es sind die Eltern, Geschwister oder Freunde die es nicht dem Zufall „Liebe“ überlassen wollen. Wichtige Gesichtspunkte sind u.a. die Mitgift, die Kaste, die Familie und das Horoskop! Ein Familienangehöriger im Ausland ist da schon mal Gold wert! Nun ja. Allgegenwärtig sind die Kokospalmen mit ihren Nüssen und auch über 5000 Elefanten gibt es, die von der Bevölkerung sehr verehrt werden, sogar ein Waisenhaus für Elefantenbabys gibt es! Berühmt ist die Insel für ihre Gewürze und natürlich für den Tee! Auch Reis wird viel angebaut. Gegessen wird sehr scharf, doch man macht Kompromisse bei den Touristen. Gutes Bier haben sie und der Arak findet sich auch überall. Ansonsten gibt es Fisch in allen Variationen, die Damen haben gestern zum Abend Kalamaris gegessen, nicht wirklich meine Leibspeise! Bernd und ich haben uns dann auch einen Butterfisch bestellt. Die einheimischen Hobbyfischer holen relativ oft einen oder mehrere Oktopusse aus dem Meer. Präsentieren dann stolz ihren Fang!
Unser Freund mit seiner „Relax Area“ ist weiter fleißig am Wirtschaften. 2 Bastmatten unter einem nicht mehr ganz neuen Sonnenschirm laden zum Verweilen ein! Daneben baut er einen festen Schirm, in der Mitte ein abgestorbener Baum, der Kranz aus unterschiedlichen Latten, befestigt mit Kokosseil! Uda, Doris und ich besuchten ihn heute. Er freute sich sehr und bot den Damen gleich eine Erfrischung an. Dazu erkletterte er mit affenartiger Geschwindigkeit auf die Palme und pflückte frische Nüsse! Und machte sie auch gleich zurecht. Ich ging derweil etwas weiter, wollte ein Bier trinken. Ich dachte, die Frauen wären schon wieder in heimatlichen Gefilden, doch denkste! Saßen im Schatten des Schirmes und plauschten mit Lalil. Wir haben natürlich für seine Leistungen bezahlt und so waren wir seine ersten zahlenden Gäste!
Am Mittwoch, 27.11., sind wir mit zwei Hotel Tuk-Tuk nach Galle. Bis zum Fort, das noch die Holländer erbaut haben, sind es 18 km. Kostete pro Gefährt 300 SRP (1€=170SRP) Auf der Fahrt hatte man den Eindruck, es gibt auf der Insel mehr dieser Fahrzeuge als Menschen! Doch es war eine angenehme Fahrt, der Fahrtwind macht die 30-32°C erträglich. Das Fort und die darunter liegende Altstadt sind sehenswert. Unser Hotelführer Neel sprach Deutsch. Auch durch den verheerenden Tsunami 2004, der über 30 000 Tote forderte, entstand dort wenig Schaden. Waren auch noch in der Groten Kerk von 1754. Der Markt von Galle ist, bis auf die Obst/Gemüse und Fischabteilung für uns Europäer nicht so interessant. Auf der Rückfahrt für wenig €-Cents Obst gekauft und dann noch zur Holzschnitzerfabrik! Aber alles haben wir selbst gewünscht, vom Hotel ist uns da nichts aufgedrückt worden. Doris hat schon mal eine kleine Vorauswahl getroffen, doch noch ist der Preis zu hoch! Wir werden sehen, wie es sich entwickelt!
Nun liegen wir wieder 30 m von der Brandungslinie entfernt faul am Strand. Doris ist schon mit im Wasser gewesen! Gestern war es leider nicht gut gegangen, wir waren nicht schnell genug beim Verlassen der Schwimmerzone. Ein Brecher erwischte uns kalt, meinen Haaren macht das ja nicht viel! Aber heute haben wir aufgepasst und nun ist die Mama happy!
Grüße von Doris, Uda und 2x Bernd