Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
Warschau
Heute ist der 6.6. und wir sind, nach problemloser Fahrt, um 11.30h in Warschau angekommen. Hotel im Zentrum. Nach Erledigung der Formalitäten, hektische Aktivitäten, Stadtrundfahrt organisieren, wie und mit welchem Transportmittel kommt man in die Altstadt und wo gibt es Fahrkarten! (Knapp 4€ kostet eine Karte für alle Verkehrsmittel für 24 Std.!)
2 Std. später waren wir dann dort, wo nach Kriegsende kein Stein auf dem anderen lag. Die Stadt wurde von König Zygmunt aus dem Hause Wasa(!) im Jahr 1596 zur Hauptstadt erkoren, bis dahin war sie ein unbedeutendes Dorf. Die Polnischen Namen will ich Euch ersparen. Wenn du diese Sprache hörst oder liest, erschließt sich dir nichts! Die historische Altstadt wurde von polnischen Restauratoren wieder komplett nach Zeichnungen und Bildern neu erbaut. Heute gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO, eine Einmaligkeit für Neubauten! Wunderschöne Bürgerhäuser mit Resten der alten Burgmauer und deren Tore weit oberhalb der Weichsel. Selten haben wir so viele Gaststätten, Bars und Cafés auf so engen Raum gesehen. Bei wunderschönem sonnigem Wetter wurde draußen serviert. Überall Straßenmusikanten, was allerdings in Verbindung mit den am Rinnstein sitzenden Kleinteileverkäufern auf relative Armut schließen lässt. Auch etliche Bettler zierten das Straßenbild. Die Polinnen werden in der Literatur und Kunst immer als sehr elegant beschrieben, also davon sieht man im Straßenbild nicht wirklich was, eher etliche Fette, die dazu noch unappetitlich angezogen sind! Noch einmal zum baulichen Aspekt, es ist schon Bewunderungswürdig, was die Polen da geschaffen haben, nach der totalen Zerstörung durch die Deutschen. Aber es muss auch gesagt werden, dass nun, 50 Jahre später, vieles schon wieder der Restauration bedarf. Uns hat es gefallen und morgen werden wir wohl noch einmal alles durch einen fachkundigen Guide vorgeführt bekommen. Unsere Autos stehen ganz in der Nähe in einem Parkhaus, allerdings hat der Portier Bernd u. Udas Räder im Hotel eingeschlossen, er meinte, das wäre sicherer! Unser Zimmer liegt im 21. Stock, man hat einen guten Blick auf einen Teil der Stadt und der Lärm durch Autos, Busse und Tram ist ganz gering. Warschau ist durch Jugend geprägt, bei 1.3 Mio Einwohnern sind an allen Bildungseinrichtungen 200 000 Studenten eingetragen.
Heute, Freitag, wurden wir 6 zu einer privaten Stadtrundfahrt um 10h abgeholt. 3 Std. hat es gedauert, wir sind nicht dümmer geworden! Gelandet sind wir in der der Neustadt, die sich direkt an die Altstadt anschließt. Ein empfohlenes kleines Cafe, das „Keks“, hielt den Ansprüchen stand! Anschließend 2 Std. Besichtigung des Königsschlosses, auch sehr interessant. Und zum Abend wollten wir ganz polnisch essen, die Reiseführerin hatte uns ein entsprechendes Lokal gezeigt, doch das war mehr auf jüdische Kost ausgelegt! So ganz die allerletzte Sahne war es nicht, aber Bernd hat für seinen Fisch ein fürstliches Trinkgeld gegeben! (Beruhte auf ein Missverständnis mit dem Wort Dschinkuju (Lautsprache!), zu Deutsch Danke.)
Nachdem Warschaus Lichter angegangen waren sind wir zum nahe gelegenen Marriott und dort in die 40. Etage, wo sich eine Bar mit entsprechender Aussicht befindet. War ganz nett, doch wenn man Auckland, Sydney oder Dubai gesehen hat, reißt es einen nicht mehr vom Hocker.
Morgen geht es weiter in die Masuren. Allen Lesern herzliche Grüße vom 6ser Pack! Bernd