Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
28.4.13
Wir lassen mal wieder nach längerer Pause von uns hören!
Nachdem Doris vor 5 Tagen ein „Schnäppchen“ im Internet gebucht hatte, sind wir nun in Kühlungsborn gelandet. Fahrräder haben wir auf unserem neuen Thule-Träger dabei. Das Wetter heute sehr gut, blauer Himmel, Sonne satt. Nur die Temperaturen, die waren nicht wirklich kuschlig. Um 14 Uhr haben wir unser Zimmer im Hotel „Edison“ bezogen und sind dann mit eigenen Fahrrädern los.
In dem Angebot des Hotels war gleich HP inbegriffen, das erste Essen ausgezeichnet. Und jetzt, nach abendlichem Spaziergang, schmeckt ein Glas Rotwein. Heute ist Sonntag und wir fanden, es waren etliche Leute auf den Beinen, bzw. streckten ihre Gesichter der Sonne entgegen. Wir taten es am späten Nachmittag im Liegestuhl auf der Dachterrasse unseres Hotels! Mal sehen, was sich am Montag so tut.
Der fing gut an, wir radelten bei Sonnenschein über Heiligendamm nach Bad Doberan, 15 km. In Bad Doberan kommt man natürlich nicht an der „Perle der norddeutschen Backsteingotik“, der im 13. Jh. erbauten hochgotischen Kirche des ehemaligen Zisterzienserkloster vorbei! Eine Stunde Führung waren keine vergeudete Zeit. In keiner europäischen Zisterzienserkirche gibt es eine reichere mittelalterliche Ausstattung. Die Altstadt ist wieder sehr schön hergerichtet und als Besonderheit fährt die über 100 Jahre alte Bäderbahn „Molly“ mit Dampflock und historischen Wagons(!) durch die engen Straßen. Doris entdeckte eine sehr gemütliche und stimmungsvolle Bäckerei mit angeschlossenem Cafe. Dort gab es all die ungesunden Leckereien an denen man im Urlaub so schlecht vorbei kommt! Doris hatte sich einen „Doberaner Schwan“- großer Windbeutel mit Eis u. Schlagsahne u. heißen Kirschen bestellt. Einiges von der Soße hat sie dann vor lauter Begeisterung auch gleich noch auf ihrem hellgelben Pulli verteilt! Ich wiederum war heilfroh, dass mir das nicht passiert war, die Diskussion hätte ich hören mögen! Meine Torte war auch nicht von schlechten Eltern, möchte behaupten, unser Freund Kurt hätte da seine Freude gehabt.
Zurück ging es bei völlig zugezogenem Himmel und steifen Südwest. Wir haben uns noch Heiligendamm angesehen, Ihr erinnert Euch an den G8-Gipfel, wo Bush mit Merkel im Strandkorb posierte. Wie dieses Bad finanziell je funktionieren soll, ist mir ein Rätsel. Abgesehen von der berühmten „Bäderarchitektur“, die heute nur noch sehr wenigen Menschen etwas sagt, ist dort tote Hose. Auch wenn wir das Geld hätten, für uns wäre das der letzte Ort, wo wir Urlaub machen würden. Noch wird das ganze Ensemble durch sechs(!) Ruinen (sprich: verfallene ehemalige Strandvillen) verschandelt.
Wir haben schon gelesen, was die HP heute so zu bieten hat und Doris hat für sich schon den Fisch geordert! Ich freue mich auf Fleisch und Bier und grüße Euch alle herzlich.
Doris&Bernd