Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
Mittwoch, 28.8., Wetter wie gestern. Wir haben inzwischen erfahren, dass es auch nicht anders wird, der Juli+August sind immer sehr windig. Wir hatten die Überfahrt zur Ill de LÈst gebucht, für Hotelgäste kostenlos. Von unserem Balkon konnte man die langen Sandstrände sehen, die im Windschatten der Inselbäume liegen. Aber das Boot brachte uns an das Südende der Insel, wo ein Restaurant betrieben wird, das auch gleich Sonnenliegen für 9€ vermietete! Muss aber vielen Leuten gefallen, denn es war am Nachmittag voll. Wir sind dann enttäuscht zum Oststrand gewandert, dort hatten wir wieder vollen Wind!! Schnorcheln war auch nicht so toll, außer Seeigel, die sich im porösen Lavagestein einnisten, gab es nichts zu sehen. Aber die Sonne hatte sich am Nachmittag auf unserer Haut bemerkbar gemacht! Wir haben auf der Rückfahrt mit dem Skipper verhandelt, Morgen bringt er uns dahin, wo wir hinwollen, ein Trinkgeld besiegelte den „Vertrag“!
Am Freitag, 30.8., unternahmen wir einen Ausflug zu einer Zuckerfabrik und dem Botanischen Garten der Insel. LÁventure du Sucre und Pampelmousses Garden. Wir hatten ein Taxi gebucht, das stand uns den ganzen Tag zur Verfügung, am Ende der Reise, nach 5,5 Std., zahlten wir pro Person 15€. Während der Fahrt zur Zuckerfabrik, die eine Stunde dauerte, sahen wir re und li schon einiges. Nicht unbedingt traumhaftes! Die Insel ist mit Zuckerrohr zugepflastert! Den haben die Holländer, nachdem sie die unbewohnte Insel 1598 zum ersten Mal betreten hatten, später hier angepflanzt. Dazu brauchte man Arbeiter und die wurden aus dem nahen Afrika als Sklaven importiert. 1715 wurde die Insel Französisch, aber die Engländer warfen die Franzosen 1810 raus. Es soll damals allerdings sehr höflich zugegangen sein! 1968 gab es die Unabhängigkeit.
Zurück zu unserer Fahrt! Auch reichlich Müll und Armut gibt es. Das technische Museum der Insel, eine alte Zuckerfabrik, war dann schon etwas Besonderes und auch gleichzeitig eine Überraschung. Wir haben noch nirgendwo auf der Welt ein so gekonntes Technisches Museum besucht. Auch sehr gute Informationen zur Geschichte der Insel wurden dem Besucher angeboten. Wir haben weit über eine Stunde dort verbracht. Weiter zum Botanikum, dem Pampelmousses Garden. Auch hier wieder Überraschung. Wir haben eine Anhäufung von Bäumen gesehen, die wir bis dato noch nicht gesehen hatten. Mich berührt es etwas, wenn ich diese Riesen sehe, die 2-300 Jahre auf dem Buckel haben! Einen Guide muss man nehmen, er sprach auch gut Deutsch. Von ihm stammte folgender Satz: „Die Franzosen fahren rechts, die Engländer links und die Maurizianer in der Mitte!“ Weiter zu einer der ersten Kirchen der Insel und dann zurück. Dann sind wir wieder auf Fahrräder gewechselt und haben versucht, nördlich unserer Anlage die Strände zu entdecken. Sehr weit sind wir da nicht gekommen, es lohnte sich nicht. Also wieder eine Überfahrt zur Insel gebucht, in der Hoffnung dass das Wetter hält. Am Abend noch lange bei Rotwein, der schon bezahlt war, gesessen und gequatscht.
Euch allen herzliche Sonntagsgrüße, am letzten Tag wird nicht mehr viel passieren, das Wetter ist uns weiterhin gewogen. D&B