Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
Heute am 2. Tag war es mit dem Wetter nicht mehr so toll, der Himmel bedeckt. Also sind wir am Strand Richtung Norden gelaufen, warm war es und über einen steilen Weg in den Ort. 1 Std. sind wir dann durch kleine Gassen gelaufen, haben schönes und weniger schönes gesehen, wie das halt überall so ist. Es gibt Unmengen an Übernachtungsmöglichkeiten, doch in der Regel kommst du ohne Shuttle nicht ans Meer, ähnlich wie in den Wintersportorten zum Lift! Nur ganz wenige Hotels liegen direkt am Meer. Die haben dann allerdings den Nachteil, dass man mühevoll zum Dorf und der dort ansässigen Gastronomie aufsteigen muss. Man sollte also vorher seine Prioritäten abstecken, zu mindestens, wenn man nicht mehr ganz jung ist! Um 11.30h hatten wir dann aber wieder Sonne und haben das bis 16.15h genossen. Das Essen ist ausgezeichnet und da im Gesamtpreis HP inbegriffen war, ist der Weg zum Bett auch nicht all zu weit!
Heute haben wir, 7 Std. lang, das gesamte Rentnerprogramm am Strand abgerufen. Mal Bauch-, mal Rückenlage auf der Liege, kurz ins Wasser, etwas gelesen und wenn wir dann müde waren, auch etwas weg genickt! So sinnvoll kann man seinen Tag gestalten.
Am frühen Abend in den Ort und einen kleinen Beitrag zur Ankurbelung der griechischen Wirtschaft geleistet. Dabei ist uns aufgefallen, dass kaum einer der Ladenbesitzer ein Wort Deutsch spricht! Perfekt Englisch ja, aber bei deutsch tun sie, als würden sie nicht verstehen. Verwunderlich, wo doch so viele Deutsche hier ihren Urlaub verbringen! Wenn man dann allerdings etwas gekauft hat, kommen die Deutschkenntnisse wieder zum Vorschein!! Das haben wir nun wirklich nicht verdient!
Unsere Faulheit geht so nicht weiter und so haben wir uns für Morgen ein Auto bestellt und wollen Kassandra und Sithonia (Mittelfinger) abfahren. Athos, der 3. Finger, ist nur mit einem Pilgervisum zu erkunden, allerdings auf unbefestigten Wegen. Athos ist die Mönchsrepublik, ein autonomes Gebiet und für Frauen verboten. Die Mönche haben Angst, beim Anblick des anderen Geschlechts mit den Gebeten durcheinander zu kommen!
Heute schreiben wir den 14.5., vor genau 70 Jahren erblickte unser Freund Werner das Licht der Welt. Damals war es nicht ganz so hell wie heute. Eigentlich wollte ich heute Nachmittag mit ihm einen Schnaps trinken, doch er verzog sich schnöde und deshalb landeten wir hier auf Kassandra. Aber wir gratulieren dem Jubilar recht herzlich und hoffen, den Schnaps bald nachzuholen!
Das Auto stand pünktlich auf dem Hof. Ein Tojota Yaris, 5-türer, fast neu, innen und außen geputzt, 350 Km frei und 45,-€ für einen Tag. Da kann man wirklich nicht meckern. Alles war gut bis zum ersten Stopp, er sprang nicht mehr an! Also geschoben, bis er ins rollen kam, Gang rein und noch mal drehen, da war er wieder! Beim nächsten Stopp Motor laufen lassen, aber an der Tankstelle dann doch wieder ausgeschaltet. Sprang nicht mehr an, Tankwart mit 2 Freunden war auch ratlos. Agentur angerufen. Auskunft: Bei jedem Startvorgang muss die Kupplung getreten werden! Der Rest der 335 Km verlief problemlos!
Sithonia ist sehr bergig, sehr grün und sehr schön. Viele kleine Strände, abseits vom Massentourismus. Aber, und das fällt einem überall ins Auge, schätzungsweise 80% der Häuser sind zu dieser Zeit nicht belegt, die großen Campgrounds leer! Ebenso natürlich die Strände. Die Tavernen wie Strandgaststätten sind offen, doch keine Gäste. Sicher, es ist noch keine Hauptsaison, doch ich denke, die Zahl der Griechen, die sich früher das Meer leisten konnten, ist sehr klein geworden. Weiter fiel auf, es ist alles sehr ordentlich und sauber, ganz besonders sind die Dächer zu erwähnen! In keinem Land haben wir so viele schön eingedeckte Häuser gesehen, als wäre es gerade geschehen. Ansonsten Pinienwälder, viele Hektar Olivenplantagen, Weinberge und ruppig aussehende Ziegenställe. Auf Sithonia würden wir uns einen weiteren Aufenthalt durchaus vorstellen können.
Etwas anders Kassandra. Hier hat der Tourismus voll zugeschlagen, unzählige Hotels und Pensionen neben Ferienhäusern. Nicht gerade das, was uns lockt. Aber die Ausnahme ist Afitos! Das einzige Dorf das die ehemalige Struktur noch besitzt. Es ist `lauschig`! Und wenn dann das Hotel noch direkt am Strand liegt, ist es perfekt. Wir sind bis zur Spitze Kassandras gefahren und an der Westküste wieder zurück. Bei 28°C hatte sich ein heftiger Sturm entwickelt, das Laufband am Strand und die Liegen waren alle in Sicherheit gebracht worden, die Wellen schafften es bis zur Mauer.
Und nun sind wir nur noch faul!! Grüße von D&B