Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.
5.3.
In tiefster Dunkelheit ging es raus aus Manila. 2,5 Std. Fahrt. Die Dörfer und kleinen Städte sehen so aus, wie überall in Asien, die Hütten am Weg. Das Leben spielt sich vielfach auf der Straße ab, die Armut (sehen nur wir das?) ist überall zu sehen, nach Hygienestandards, also Wasser und Abwasser sollte man besser nicht fragen. Schulsystem scheint zu funktionieren, die Kinder in Schulkleidung sind allgegenwärtig. Die Infrastruktur, sprich Straßen, ist bis jetzt auch o.k., doch der Verkehr, besonders mit den Trycycles ist enorm. Das sind relativ schwache Motorräder mit angebautem Seitenwagen für 2 Personen. Manchmal auch als Lastkarren gebaut und häufig sitzt noch eine3. Person auf dem Rücksitz der Maschine. Und nicht zu vergessen, die Jeepneys! Das sind Sammeltaxis für die ärmere Bevölkerung. In Manila kosten die ersten 4 Km 8 Peso, jeder weitere Km dann 1,40 Peso. Sehr preiswert und noch ein Vorteil, bei einer festgelegten Route hält er auf Handzeichen zum Zusteigen oder auf Klopfen, Zischen oder Ruf zum Absteigen! Wir haben das nicht geschafft, denn man sollte die Straßen oder Stadtteile sehr genau kennen, bevor man einsteigt! Ursprünglich waren das umgebaute Willys-Jeeps der US-Army, die gibt es natürlich kaum noch. Aber auch die Nachbauten sind sehenswert, bunt bemalt und mit vielen Dingen dekoriert. Von diesen Gefährten soll es in Manila über 300-Tausend geben! Im restlichen Land sind sie aber auch sehr zahlreich vertreten.
Um 7.30 Uhr sind wir dann in einen Allrad-Jeep umgestiegen. Der Fahrer und ein Führer, beide wie Terroristen mit einer Gesichtsmaske verhüllt! Und dann Doris und ich. Ich dachte, der Jeep wäre auch von der Army zurückgelassen! Ein Schrotthaufen! Doch angeblich erst 10 Jahre alt. Keine Türen, rings herum offen, nur ein Planendach und 2x musste Kühlwasser nachgefüllt werden! Die Pritschen hinten hart. Doris saß vorn. Dann ging es los. 1,05 Std. übelster Wegstrecke in einem Canyon mit grandioser Landschaft ringsherum! Der Weg führte zum Pinatubo! Eine solche Strecke über Geröll, hellgrauer Lavaasche, Sand und Wasser haben wir auf keiner unserer Reisen bisher erlebt! 5 Km vor dem Ziel aussteigen und laufen. Über große u. kleine Steine, Sand u. Wasserquerungen benötigten wir mit unserem Guide (ohne ist der Aufstieg nicht erlaubt) 1 Std. und 5 Minuten, dann standen wir an der Caldera und blickten auf den friedlichen Kratersee. Hier brach am 15.6.1991 ein Inferno aus. Bei der Explosion wurden die Staub- u. Aschewolken bis zu 40 Km hoch geschleudert. Asche, Steine und Sand gingen auf weite Gebiete nieder, es soll wie ein Weltuntergang gewesen sein. Dazu heftiger Taifunregen, der alles ins Rutschen brachte Ein wenig Asche hatten wir dann auch überall! Wir sahen am Ende der Tour grau aus. Heute erinnert wenig an den Ausbruch von 1991 und so haben wir unseren Lunch mit Aussicht auf den Krater genossen!
Nun sind wir im Oasis Hotel in Angeles City zur Übernachtung. Dieses Hotel steht in der Nähe der ehemals größten US-Militärbasis auf den Philippinen. Hier starteten unter anderem die B-52 Bomber mit ihrer tödlichen Fracht nach Vietnam. Heute nutzt das heimische Militär die Einrichtungen, die Amerikaner sind nur noch als Berater da und das merkt man auch im Hotel!
Und zu guter Letzt: Doris hat einen nicht beachteten älteren Klavierspieler, der sehr schöne Melodien zum Abendessen spielte, mit ihrer Aufmerksamkeit glücklich gemacht!! In diesem Sinne Euch allen Grüße von D&B