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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Frankreich 7

Wir haben bei diesem schönen Wetter noch einen Tag angehängt! Faulenzen. Stimmt aber auch nicht ganz, denn am Vormittag haben wir 16km in und um Arzon abgespult. Gute Radwege, aber auch wieder hügelig. Haben sehr viele und sehr schön renovierte alte Häuser bewundert, die wahrscheinlich zum großen Teil als Ferienhäuser genutzt werden, da sie jetzt einen unbewohnten Eindruck vermittelten. Im Hafen dümpeln Millionen von Euros, Wahnsinn! Aber es laufen auch sehr viele Boote aus, für die Segler heute schlecht, kein Wind. Überall in der Bretagne findet man Schiefer gedeckte Häuser, zu 99,9%, würde ich sagen. Auch tolle Ausblicke auf die Inselwelt im Golf von Morbihan. Morgens den Einkauf ganz in der Nähe erledigt.

Dann wieder zum Strand, viel gebadet und die Wärme genossen. Bei uns gibt es heute Fleischrouladen, hat Doris noch in Zehdenick eingefroren! Ja, ja, sie ist nicht nur Scout, nein, auch mein „Dickmacher“!

Am Abend noch eine Radtour über die Steilküste in die Stadt Arzon.

7.9. Start nach Guèrande, die wieder mal einen wunderbaren Altstadtkern, von einer Mauer mit 4 Toren umgeben, besitzt. Liegt noch in der Bretagne. Die Mauer, teilweise noch von wasserführenden Gräben geschützt, ist 1434m lang, der Bau begann im Jahre 1343 und dauerte 145 Jahre. 2 große Kirchen innerhalb der Mauern und viele, viele Galerien mit teilweise wunderschönen Dingen! Die Umgebung von Guèrande wird von Salzmooren geprägt. An jeder Ecke hat man hier einen Verkaufsstand wo es Salz in unterschiedlicher Körnung zu kaufen gibt, mit oder ohne Algen!

Dann hat Doris, Dank der sehr guten Karten von Signe u. Matthias, mal wieder das Navi überlistet und uns direkt auf die Küstenstraße von La Baule gebracht. Erinnert sehr an Miami. 8km durchgehender Strand, dahinter Promenade, besagte Straße und Hotel an Hotel. Ganz meine Welt! An einen Parkplatz war nicht zu denken, also gaaaaanz langsam gefahren und ab und zu den hinter uns sich stauenden Verkehr vorbeigelassen.

Inzwischen waren die Außentemperaturn auf 27°C gestiegen, im Auto etliche Grad mehr! Es blieb auch so, als wir nach Saint-Nataire über die Pont routier fuhren. Wieder ein gewaltiges Bauwerk, 3556m lang und sehr hoch. Auf 2 Spuren quälte sich der Autostrom gen Süden. Und sofort änderte sich das Stadtbild. Nun gab es nur noch weiß angestrichene, größtenteils eingeschossige Häuser mit blauen Fensterkreuzen und vielfach blauen Fensterläden!

Wir bogen dann auf die Ile de Noirmoutier ab, neuerdings über eine ordentliche Brücke zu erreichen, früher nur über eine Straße bei Ebbe! Aber dann setzte der Stress ein, einfach kein Stellplatz zu finden, alles schon besetzt, „complete“. Und wir wollten bei dem Wetter natürlich ans Wasser. Dann sind wir notgedrungen auf einen Campingplatz ausgewichen, Le Sableau, der mediterranes Flair ausstrahlt. Der Strand leider etwas zu schmal für die vielen Camper. Und das Wasser auch nicht so sauber. Aber ich hatte keine Lust weiter zu fahren und so blieben wir. Beim Einparken auf unseren Platz kam gleich so ein alter Besserwisser an und meinte, wir ständen auf irgendeinem Weg, es stellte sich aber heraus, dass der Arsch seine Brille nicht auf hatte und so die Nummern nicht sehen konnte! Kaum zu glauben! Aber andere Platzbewohner haben ihm dann gleich den Wind aus den Segeln genommen. Nun, nach Baden und Sonnen, sitzen wir mit unseren Stühlen oberhalb des Meeres, ein Drink in den Vertiefungen der Lehne und begrüßen den Abend.

Nach dem Essen sind wir mit den Rädern noch 1,5 Std. unterwegs gewesen. Nun, da die Sonntagsbesucher alle wieder auf dem Heimweg mit ihren Autos waren, gab es genügend Platz! Wir sind halt doch noch „Schildergläubig“!

Die 1,5km lange Kaimauer, entlang des Hafenkanals, sind wir bei Sonnenuntergang geradelt, auf der einen Seite der Kanal mit Niedrigwasser und auf der anderen Seite die Salzgärten! Am Ende dann Centre Ville mit all seinen gut gefüllten Gaststätten und das Fort Larron.

Der 8.9. war erst einmal mit Schwierigkeiten verbunden. Wir fuhren vom Platz Richtung Hauptstraße durch enge Gassen, u.a. eine Einbahnstr. Nach der Hälfte stand ein gewaltiger Bagger und versperrte die Straße! Die war schmaler, als unser Gefährt lang. Doris, die nicht fahren musste, hatte schon Schweißperlen auf der Stirn. Nachdem sich die erste Einfahrt in ein Grundstück zum Wenden als zu klein heraus gestellt hatte, blieb nur eins, rückwärts aus der Falle. Nach 75m kam eine Einfahrt, die das Wenden möglich machte, nach Spiegel einklappen!

Dann war es in Les Sables d´Olonne im Zentrum schlecht mit Parkplätzen bestellt. Also auf dem Seitenstreifen geparkt, gebührenpflichtig (1,70€). Irgendein Herr wollte mir dazu etwas vom Balkon flöten, doch ich hab so getan, als ginge mich sein Gerufe nichts an. Dann sind wir 1.5 Std. durch die Altstadt getiegert, wunderschön, u.a. misst die engste Gasse gerade mal 47cm in der Breite! Die Stadt hat mit 5 anderen Eingemeindungen rund 50 000 Einwohner, im Sommer ein Vielfaches an Gästen. Und sie rühmt sich, den schönsten Strand Europas zu besitzen! Diese Behauptung finden wir recht kühn, auch wenn der Strand 3km lang ist und bei Ebbe wunderbar breit. Bei Flut ist er dann nur einige Meter breit für alle Sonnenanbeter! Auch denken wir, da hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Aber einen sehr schönen Strandboulevard haben sie, Le Remblai, für Autos nur in einer Richtung zu befahren, im Gegensatz zu Fahrrädern, und äußerst schmal. Sind wir dann mit 20km/h abgefahren.

Dann weiter immer an der Küste entlang über La Tranche sur Mer bis kurz vor La Rochelle. Wir sind nach dem kleinen Nest Marsilly eine unbenannte Straße in Richtung Meer abgefahren und haben einen tollen kleinen Parkplatz direkt an der Steilküste gefunden. Da stehen wir nun, haben schon eine kleine Fahrradtour gemacht, die Brücke, die die Ile de Re mit dem Festland verbindet aus der Ferne bewundert und mit einem Angler geplaudert. Unsere kleine Mischung haben wir 3m entfernt vom Abbruch der 60m hohen Steilküste bei Sonnenschein getrunken! Dann sprach uns ein französisches Paar an, ob wir auch über Nacht blieben? Ein weiterer Herr, der gerade in sein Auto einsteigen wollte, mischte sich ein und sagte auf Deutsch, nein hier gäbe es keine Probleme, er wäre der Verantwortliche für alle Parkplätze! Die deutschen Touris wären sehr willkommen!! Na, wer sagt es denn?!

Neben diesem Parkplatz wird kräftig Golf gespielt! Sogar auf einem Bunkerdach, das begrünt wurde, befindet sich ein Loch!!!

Allen Lesern herzliche Grüße von D&B

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