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Information für Familie und Freunde über unsere Gedanken und Eindrücke auf Reisen.

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Frankreich 4

Hallo liebe Leser!

Nachdem wir gestern gar keine Sonne gesehen haben und es in der Nacht auch ein wenig geregnet hatte, war der letzte Augusttag ein sehr sonniger. Gleich nach Pontorson beginnt die Bretagne. Geschichtlich gesehen stammen die Bretonen aus Südengland, von wo sie im 4./5. Jh. einwanderten. Die Ureinwohner dieses Landstriches waren die Armorikaner, rund 300 000, die Keltisch sprachen. Das heutige Bretonisch soll ein Überbleibsel des armorikanischen Keltisch sein. Die Römer waren natürlich auch schon da, ihr wisst das, Asterix und…! Wie dem auch sei, die Bretagne zählt heute 4,3 Mio EW, alle Bretonen sind stolz, Bretonen zu sein und sollen sehr eigensinnig sein. Wir haben bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht, eine Dame, unser Alter, hat mit uns die automatische Betankung mittels Kreditkarte gemacht. Nun wissen wir, wie es geht!!

Über Cancale zum Point du Grouin. Schöne Aussicht auf felsige Küste. Die Felsen, 40-60m hoch, brechen steil ins Meer, immer wieder unterbrochen von mehr oder minder großen feinsandigen Stränden. An der Küste entlang nach Saint-Malo, eine ehemals sehr reiche Stadt mit dem größten Seehafen Frankreichs. Um die Stadt baute man eine irrwitzige Festungsanlage, die nie eingenommen wurde. Da sich die Stadt auch außerhalb der Mauern ausdehnte, hat man heute ein „intra-muros“, einen Stadtteil innerhalb der Mauern. Kennen wir schon aus Manila. Auf den dicken Befestigungsmauern haben wir einen kompletten Rundgang bei schönstem Wetter absolviert. Die Parkplatzsuche war etwas anstrengend!

Weiter auf das Cap Frèhel, das mit 70m der höchste Punkt der bretonischen Nordküste ist. Dort eine kleine Wanderung durch die Heidelandschaft gemacht. Blühende Erika u. Stachelginster. Etwas weiter westlich gibt es eine Reihe wunderschöner Strände zu denen man nur gelangt, wenn man gut zu Fuß ist. Das Cap Erquy ist nicht ganz so spektakulär. An der Plage de Caroual, noch zu Erquy gehörig, stehen wir auf einem Parkplatz, knapp 100m vom Strand entfernt. Sind gleich nach Ankunft mit Badesachen bewaffnet runter. Von der Ufermauer waren es genau 507 Schritte bis zum Wasser! Und das eine Stunde bevor die Ebbe wieder zur Flut wird! Man braucht ein Fernglas um die „Seinen“ im Wasser zu beobachten.

Heute haben wir nun schon September, den 1. und der Tag brach auch in Septemberstimmung an. Von unserem Stellplatz in Erquy fuhren wir durch St-Brieux, der größten Stadt des Departement Cótes d`Amor. Erste Station im Abbaye de Beauport, einer Abtei aus dem Jahre 1202, die in einer geschützten Bucht von Paimpol liegt. Eine Ansiedlung des Prämonstratenser-Ordens, von dem ich bisher noch nie was gehört habe! Wird wohl auch nicht mehr viel zu hören sein, denn die Jungs gaben nach der Französischen Revolution auf, obwohl sie viel für die Entwicklung der Region getan haben. Weiter nach Paimpol, nette Stadt, und bis 1935 der größte Kabeljau- Hafen Frankreichs, zum Pointe de L´Arcouest, von wo man zur Ile de Bréhat übersetzen kann (ähnlich wie zur Pfaueninsel!).

Über Treguier nach Perros-Guirec, wo wir die Touri-Info gesucht und gefunden haben. In dem angrenzenden Ploumanach, bekannt durch seine rosa Granitfelsenküste. Wir haben sie bei Ebbe gesehen und waren ganz hingerissen!

Eins muss man den Franzosen zu Gute halten, sie haben wenig Respekt vor Verbotszeichen! Das färbt langsam auch auf uns ab und so bekommen wir in den kleinen Städten immer besser Parkplätze!!

Wir stehen am Strand von St-Michel-en-Greve und haben gleich um 17 Uhr Strandleben zelebriert, die Sonne hatte sogar noch um 18.30 Uhr enorme Kraft. Nur ist diese Bucht sehr flach, bis zum Wasser war es heute die 3-fache Strecke. Du brauchst unbedingt Proviant und natürlich was handfestes zu trinken. Ein Fernglas wäre auch nicht schlecht, um ab und zu mit der wartenden Ehefrau Blickkontakt zu haben!

2.9. schon früh in Morlaix. Das Besondere ist hier der Viadukt, der sich in einer Höhe von 58m und über eine Länge von 292m über das Tal spannt. Ganz oben die Eisenbahn, auf der Hälfte darunter die staunenden Fußgänger. 1863 erbaut! Wir haben natürlich den Viadukt überquert und auch die Altstadt etwas in Augenschein genommen. Hier fehlt eindeutig Geld, es müsste vieles erneuert werden. Wir hatten auch den Eindruck, dass jeder Hausbesitzer im Laufe der Zeit hier und da etwas angepappt hat, so dass vieles einen unordentlichen Eindruck macht. Ganz im Gegensatz zu den Bürgerhäusern unten im Tal, beiderseits des Sportboothafens, von denen viele wegen der Innenbeleuchtung der Wendeltreppen „Laternenhäuser“ genannt werden.

Danach Brest und hier 4 Stunden das Ozeanopolis besichtigt, mit Audioguide. Sehr interessant, allerdings wäre es noch besser gewesen, wir hätten alle Erklärungen auch lesen können! Vom Parkplatz vor dem Areal sind wir dann mit unseren Räder in die Innenstadt. Man kann nicht behaupten, Brest wäre eine schöne Stadt. Sie ist wohl eher wichtig wegen ihres Tiefseehafens und als Marinestützpunkt, der auch für Atom U-Boote geht. Nach dem 2. WK war Brest nur ein Trümmerhaufen, bis auf das Schloss, heute Marinemuseum und so ist auch die Innenstadt modern und gesichtslos. Fanden wir. Wir werden hier auch übernachten und morgen geht es weiter.

Viele Grüße von D&B

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